Mag. Dr. Walter Ganster
Steuerberater
Wirtschaftstreuhänder
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Business:

  • Wirtschaftliches Eigentümer Registergesetz (WiEReG)
    01.06.2018

    Zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wurde in Österreich ein Register eingerichtet, in das Rechtsträger bis 01.06.2018 ihre wirtschaftlichen Eigentümer eintragen müssen.
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    Betroffene Rechtsträger sind vor allem Personen- und Kapitalgesellschaften, Vereine und Privatstiftungen mit Sitz im Inland.

    Wirtschaftliche Eigentümer sind alle natürlichen Personen in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle Rechtsträger stehen (über 25% der Anteile, ausreichende Stimmrechte, Kontrolle der Geschäftsführung). 

    Eigene Regelungen bestehen für Privatstiftungen. Bei diesen sind wirtschaftliche Eigentümer der Stifter, die Begünstigten, die Mitglieder des Stiftungsvorstandes und sonstige die Stiftung kontrollierende natürliche Personen.

    Zu beachten ist, dass grundsätzlich auch Treuhandschaften zu melden sind. 

    Kann kein wirtschaftlicher Eigentümer ermittelt werden, gelten jene natürlichen Personen als wirtschaftliche Eigentümer, die der obersten Führungsebene des Rechtsträgers angehören (Druckmittel zur Feststellung der wahren wirtschaftlichen Eigentümer).

    Rechtsträger bzw. deren geschäftsführende Organe sind verpflichtet, Angaben über ihre wirtschaftlichen Eigentümer einzuholen, aktuell zu halten (4 Wochen bzw. jährliche Aktualisierung) und der Registerbehörde zu melden. Die Dokumente dazu müssen fünf Jahre aufbewahrt werden. Die erforderlichen Daten sind elektronisch über das Unternehmensserviceportal (USP) des Bundes zu melden.


    Vorgangsweise:

    Die Registerbehörde (BMF) wird mittels eines Informationsschreibens jene Rechtsträger informieren, die gemäß WiEReG einer Meldepflicht unterliegen und diese bis 09.04.2018 nicht vorgenommen haben. Darin wird ausgeführt, dass Rechtsträger die Meldung selbst über das USP durchführen oder die Meldung durch einen berufsmäßigen Parteienvertreter (Steuerberater, Rechtsanwalt, Notar, etc.) durchführen lassen können. Die Meldepflicht für berufsmäßige Parteienvertreter soll ab 02.05.2018 verfügbar sein.

    Nicht zum Adressantenkreis dieses Informationsschreibens zählen jene Rechtsträger, bei denen grundsätzlich eine Befreiung gemäß § 6 WiEReG vorliegt (Daten sind aus Firmenbuch, Vereinsregister, etc. ersichtlich). Ein möglicher Wegfall dieser Befreiung ist vom Rechtsträger, etc. zu prüfen.

    Das WiEReG ist am 15.01.2018 in Kraft getreten; die wirtschaftlichen Eigentümer waren (erstmals) bis spätestens 01.06.2018 zu melden

    Das automationsunterstützte Zwangsstrafenverfahren begann am 16.08.2018:

    Bei Nichtbeachtung der Meldepflicht drohen empfindliche Strafen die vom zuständigen Finanzamt automatisationsunterstützt vorgeschrieben werden. (Vorsatz: bis EUR 200.000,00, grobe Fahrlässigkeit: bis EUR 100.000,00).

    Laut BMF soll das Zwangsstrafenverfahren wie folgt abgewickelt werden:

    - Wird die erstmalige Meldung bis 15.08.2018 nicht fristgerecht erstattet, droht eine Zwangsstrafe von EUR 1.000,00 mit Setzung einer Nachfrist von drei Monaten.

    - Erfolgt die erstmalige Meldung innerhalb einer 1. Nachfrist von drei Monaten, wird keine 1. Zwangsstrafe festgesetzt. Wird innerhalb dieser Frist keine Meldung erstattet, wird die Zwangsstrafe von EUR 1.000,00 festgesetzt und eine neuerliche Zwangsstrafe von EUR 4.000,00 mit Setzung einer Nachfrist von drei Monaten angedroht.

    - Erfolgt die erstmalige Meldung innerhalb der 2. Nachfrist von drei Monaten, wird keine 2. Zwangsstrafe festgesetzt. Wird innerhalb dieser Frist keine Meldung erstattet, dann wird die Zwangsstrafe von EUR 4.000,00 festgesetzt und es wird geprüft, ob ein Finanzvergehen wegen Verletzung der Meldepflicht vorliegt. 

    Nach Verstreichen beider Nachfristen von insgesamt sechs Monaten (und Zwangsstrafen von EUR 5.000,00) wird geprüft ob ein Finanzvergehen durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Verletzung der Meldepflichten vorliegt.
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  • Neue Datenschutzbestimmungen für Unternehmen
    25.05.2018

    Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurden Regeln der Verarbeitung personenbezogener Daten (Rechte Betroffener, Pflichten Verantwortlicher) geändert und EU-weit vereinheitlicht.
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    Bis 25.05.2018 waren alle Datenanwendungen und Geschäftsprozesse an die neue Rechtslage anzupassen.

    Grundsätzlich sind durch die VO alle Verarbeitungen mit personenbezogenen Daten verboten, außer es gibt dafür eine Rechtfertigung (u.a. gesetzliche Verpflichtung, Einwilligung des Betroffenen). Jede Datenverarbeitung muss einem Rechtfertigungsgrund zugeordnet werden, die Daten dürfen nur für diese Aufgabe verwendet werden.

    Die neuen Anforderungen sind mit hohem Arbeitsaufwand und Kosten verbunden:

    - Feststellung ob man Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter der Daten ist
    - Erstellung und Führung eines Datenanwendungsverzeichnisses
    - Erweiterung der Informationspflichten gegenüber Betroffenen
    - Nominierung eines Datenschutzbeauftragten

    Der Verantwortliche bleibt dem Betroffenen gegenüber immer für die Sicherheit und den Einsatz seiner Daten verantwortlich (Vertragsvereinbarung zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter).

    Mit der DSGVO entfällt die Meldung an das bisherige Datenverarbeitungsregister (DVR-Register); jedes Unternehmen muss nunmehr selbst das Datenanwendungsverzeichnis führen. 

    Die Rechte Betroffener werden gestärkt; diese müssen beim Erstkontakt umfassend informiert werden.

    Die Bestellung eines (internen oder externen) Datenschutzbeauftragten ist u.a. dann verpflichtend, wenn Geschäftszweck die Verarbeitung personenbezogener Daten ist. 

    Der Datenschutzbeauftragte ist der Datenschutzbehörde zu melden.


    In Anbetracht der Komplexität dieser Materie und der möglichen hohen Strafen ist es jedenfalls empfehlenswert, sich bei der Umsetzung von Experten unterstützen zu lassen.
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  • Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht
    01.01.2016

    Grundsätze für Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sind in der Bundesabgabenordnung (BAO) geregelt und gelten für die Führung von Büchern und Aufzeichnungen, die Belegerteilungspflicht (neu ab 01.01.2016) und die Erfassung sonstiger Geschäftsvorfälle.

    Diese Grundsätze gelten auch für vor- und nachgelagerte Systeme; Kriterien der Ordnungsmäßigkeit sind zu beachten.
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    Bücher und Aufzeichnungen, die den Vorschriften der BAO entsprechen (gilt ab 01.01.2016 auch für elektronische Registrierkassen, sonstige elektronische Aufzeichnungssysteme und Sicherheitseinrichtungen) haben die Vermutung der Ordnungsmäßigkeit für sich und sind der Abgabenerhebung zu Grunde zu legen (keine Schätzungsbefugnis soweit nicht Verkürzungstatbestände vorliegen). 

    Das Steuerreformgesetz 2015/2016 (14.08.2015) und das EU-Abgabenänderungsgesetz 2016 (01.08.2016) erweitern diese Aufzeichnungspflichten wie folgt:


    Einzelaufzeichnungspflicht:


    Bilanzierer müssen alle Bareingänge und Barausgänge (erfolgswirksam, nicht erfolgswirksam; auch: Einlagen und Entnahmen) in ihren Büchern oder in den Büchern zu Grunde liegenden Grundaufzeichnungen täglich einzeln festhalten.

    Einnahmen- Ausgabenrechner und Überschussrechner sind verpflichtet ihre Betriebs/Einnahmen und Betriebs/Ausgaben (erfolgswirksam) aufzuzeichnen und müssen alle Bargeschäfte (täglich) einzeln festhalten.


    Belegerteilungspflicht:


    Unternehmer (Land- und Forstwirte, freiberuflich Tätige, Gewerbetreibende, Vermieter, Sonstige Unternehmer; auch: Kleinunternehmer) haben dem die Barzahlung Leistenden über jede empfangene Barzahlung einen Beleg für Lieferungen und sonstige Leistungen zu erteilen. Als Beleg gilt auch ein elektronischer Beleg, welcher unmittelbar im Zusammenhang mit der Barzahlung erstellt und nach erfolgter Zahlung dem Zugriff durch den Barzahler zur Verfügung steht.

    Auch die Zahlung mittels Bankomat- und Kreditkarten oder anderen vergleichbaren elektronischen Zahlungsformen gilt als Barzahlung. Gleiches gilt für Barschecks, Gutscheine und Bons.


    Jeder händische Beleg hat folgende Mindestangaben zu enthalten:

    - eindeutige Bezeichnung des liefernden oder leistenden Unternehmers
    - fortlaufende Nummer
    - Tag der Belegausstellung
    - Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder Art und Umfang der sonstigen Leistung
    - Betrag der Barzahlung.


    Der Leistungsempfänger (Barzahler) hat den Beleg entgegenzunehmen und diesen bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten mitzunehmen. Eine Verletzung der Entgegennahme- und Mitnahmepflicht ist nicht strafbar, wohl aber die Nichtausfolgung eines Beleges durch den Unternehmer.

    Vom Beleg ist im selben Arbeitsgang eine Durchschrift oder Zweitschrift anzufertigen, abzuspeichern und aufzubewahren (7 Jahre). Als Zweitschrift gilt auch die Speicherung auf Datenträgern, wenn die Geschäftsvorfälle spätestens gleichzeitig mit der Belegerstellung erfasst werden. 


    Bei Verwendung elektronischerRegistrierkassen hat der Beleg zusätzliche Angaben zu enthalten:

    - Kassenidentifikationsnummer
    - Datum und Uhrzeit der Belegausstellung
    - Betrag der Barzahlung nach Steuersätzen getrennt (ab 01.01.2016)
    - Inhalt des maschinenlesbaren Codes (QR-Code) (ab 01.04.2017).


    Registrierkassenpflicht:


    Betriebe (Land- und forstwirtschaftliche Betriebe, freiberuflich tätige Betriebe, Gewerbebetriebe) haben zur Losungsermittlung alle Bareinnahmen mit elektronischen Registrierkassen, Kassensystemen und sonstigen elektronischen Aufzeichnungssystemen einzeln zu erfassen.

    Die Verpflichtung zur Verwendung einer elektronischen Registrierkasse, etc. besteht ab einem Jahresumsatz von EUR 15.000,00 (netto) je Betrieb (betrieblicher Einheit), sofern der Barumsatz dieses Betriebes im Jahr EUR 7.500,00 (netto) überschreitet.


    Barumsätze sind Umsätze bei denen die Gegenleistung durch Barzahlung erfolgt. Als Barzahlung gilt auch die Zahlung mit Bankomat- und KreditkartenBarschecks, Gutscheinen, Bons, Geschenkmünzen und dergleichen.


    Die Registrierkassenpflichtentsteht mit Beginn des viertfolgenden Monats nach Ablauf des Voranmeldungszeitraumes in dem die Umsatzgrenzen erstmals überschritten wurden (2016: frühestens ab 01.05.2016) und endet mit Beginn des nächstfolgenden Kalenderjahres in dem die Umsatzgrenzen in einem Folgejahr nicht überschritten werden und auf Grund besonderer Umstände absehbar ist, dass diese auch künftig nicht überschritten werden.


    Die Nichtverwendung einer Registrierkasse stellt (ohne Verkürzungstatbestand) eine Finanzordnungswidrigkeit dar und ist mit einem Strafrahmen von bis zu EUR 5.000,00 bedroht. Eine Schätzungsbefugnis besteht nicht, wenn alle Barumsätze einzeln aufgezeichnet, lückenlos erfasst und dokumentiert sind.

    Wird eine Registrierkasse bzw. Signatur- und Siegelerstellungseinheit vorsätzlich manipuliert, beträgt die Strafe (ohne Verkürzungstatbestand) bis zu EUR 25.000,00.


    Manipulationsschutz und Sicherheitseinrichtung:

    Elektronische Aufzeichnungssysteme sind ab 01.04.2017 durch eine technische Sicherheitseinrichtung gegen Manipulation zu schützen.

    Dabei ist die Unveränderbarkeit der Aufzeichnungen durch eine kryptografische Signatur bzw. ein kryptografisches Siegel jedes Barumsatzes mittels einer dem Steuerpflichtigen zugeordneten Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit zu gewährleisten und die Nachprüfbarkeit durch die Erfassung dieser Signatur (Siegel) auf den einzelnen Belegen sicherzustellen.


    Zur Manipulationssicherheit müssen Registrierkassen bestimmte Anforderungen erfüllen:

    Jede Registrierkasse hat ab 01.01.2016 über ein Datenerfassungsprotokoll (DEP) und einen Belegdrucker zur Erstellung (zur elektronischen Übermittlung) von Zahlungsbelegen zu verfügen.

    Das vollständige Datenerfassungsprotokoll (Mindestbeleginhalte, Barumsätze, QR-Code) muss ab 01.01.2016 auf einen externen Datenträger (ab 01.04.2017 mit Strukturvorgabe) exportierbar sein und zumindest vierteljährlich unveränderbar gespeichert werden (externe Festplatte, etc). Die Sicherung ist aufzubewahren (7 Jahre).

    Neben dem Datenerfassungsprotokoll muss jede Registrierkasse ab 01.04.2017 einen Summenspeicher (Umsatzzähler) aufweisen und über einen AES-Schlüssel 256 (zur Entschlüsselung gespeicherter Daten) verfügen.


    Jede Registrierkasse muss ab 01.04.2017 zumindest auf eine Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit (mit einem dem Unternehmer zugeordneten Zertifikat) zugreifen.

    Der Unternehmer erwirbt die Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit bei einem zugelassenen Vertrauensdienstanbieter (VDA). Dieser vergibt für jede Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit ein Signaturzertifikat.


    Jede Registrierkasse muss im Unternehmen einer eindeutigen Kassenidentifikationsnummer zugeordnet sein.


    Die Registrierkasse und Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit sind durch den Unternehmer (Steuerberater) über FinanzOnline zu registrieren. Nach Überprüfung der gemeldeten Daten werden diese (keine Umsatzdaten) in der Registrierkassendatenbank (RKDB) beim BMF abgelegt.


    Die Inbetriebnahme der Sicherheitseinrichtung erfolgt nach Bekanntgabe des Initialwertes für jede Registrierkasse (über FinanzOnline) und Eingabe dieses Wertes in die Registrierkasse innerhalb einer Woche. Mit Eingabe des Initialwertes wird das Datenerfassungsprotokoll eingerichtet und dieser als Bestandteil der Signatur, verkettet mit dem ersten Barumsatz (Betrag Null), im Startbeleg gespeichert. Der Startbeleg ist auszudrucken, zu überprüfen und aufzubewahren (7 Jahre).

    Über die Schnittstelle zur Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit werden kryptografische Signaturen angefordert, übernommen, Belege signiert und im Datenerfassungsprotokoll abgelegt.


    Die in der Registrierkasse erfassten Barumsätze sind laufend (getrennt nach Steuersätzen) im Summenspeicher aufzusummieren (Umsatzzähler), zu signieren und abzulegen. Am Monatsende sind die Zwischenstände zu ermitteln, zu signieren, als Monatsbeleg auszudrucken, aufzubewahren und im Datenerfassungsprotokoll abzuspeichern. Gleiches gilt für den Jahresbeleg.


    Fällt eine Registrierkasse und/oder Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit (vorübergehend) aus, ist dies zu protokollieren und zu melden (48 Stundenfrist). Die (händischen) Ersatzbelegesind bei Wiederinbetriebnahme als signierter Sammelbeleg im Datenerfassungsprotokoll nach zu erfassen. Die Durchschriftender Ersatzbelege sind aufzubewahren (7 Jahre).

    Wird die Registrierkasse und/oder Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit planmäßig außer Betrieb genommen, ist ein Schlussbeleg zu erstellen, auszudrucken und aufzubewahren. Die Außerbetriebnahme ist zu protokollieren, zu melden und das Datenerfassungsprotokoll sicherzustellen. 


    Auf Verlangen berechtigter Organe (FinanzpolizeiBetriebsprüfung) hat der Unternehmer zu Kontrollzwecken einen Nullbeleg (ab 01.04.2017) zu erstellen, auszufertigen und zu übergeben. Gleiches gilt für das Datenerfassungsprotokoll eines vorgegebenen Zeitraumes. Über Kontrollmaßnahmen und Prüfungen sind Niederschriften anzufertigen und zu unterfertigen.


    Ausnahmen von der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht:

    Bei Vorliegen der Berechtigung zur vereinfachten Losungsermittlung (gilt nur für: Umsätze im Freien, Hütten-, Buschenschank-, bestimmte Kantinenumsätze, Umsätze entbehrlicher Hilfsbetriebe und kleiner Vereinsfeste begünstigter Körperschaften) können die gesamten Bareingänge eines Tages durch Rückrechnung aus dem ausgezählten End- und Anfangsbestand ermittelt werden (Kassasturz).

    Die Ermittlung des Kassenanfangs- und Kassenendbestandes sowie der Tageslosung durch Rückrechnung muss nachvollziehbar und entsprechend dokumentiert werden. Die Ermittlung hat spätestens zu Beginn des nächstfolgenden Arbeitstages zu erfolgen. 

    Ist die vereinfachte Losungsermittlung zulässig, entfällt die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht. 


    Umsätze im Freien

    Die Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht entfällt bei Barumsätzen im Freien (Kalte-Hände-Regelung) bis zu einem Jahresumsatz (losgelöst vom Gesamtumsatz des Betriebes) von EUR 30.000,00 netto (Kassasturz). 


    Sind Einzelaufzeichnungen zumutbar, entfällt die vereinfachte Losungsermittlung:

    Einzelaufzeichnungen sind zumutbar, wenn der Geschäftsvorfall in fest umschlossenen Räumlichkeitenoderin Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten stattfindet. Der Geschäftsvorfall wird in Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten ausgeführt, wenn das Inkasso in Räumlichkeiten erfolgt oder die Ware im Verkaufsfall aus den Räumlichkeiten zum Kunden gebracht wird (kein Kassensturz).


    Umsätze in Hütten, etc.

    Für Umsätze in unmittelbarem Zusammenhang mit Hütten, wie insbesondere in Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten gelten die Begünstigungen für Umsätze im Freien (EUR 30.000,00Kassasturz) s.o.


    Umsätze in Buschenschänken

    Für Umsätze in Buschenschänken gilt die Begünstigung für Umsätze im Freien, wenn der Betrieb nicht mehr als 14 Tage im Jahr geöffnet ist (Kassasturz). Die Berechnung der begünstigten Umsatzgrenze (EUR 30.000,00) erfolgt unter Einbeziehung aller Umsätze des Betriebes. 


    Umsätze begünstigter Vereine

    Begünstigte Körperschaften (Vereine, BAO) können (unentbehrlicher Hilfsbetrieb) in bestimmten Fällen (entbehrlicher Hilfsbetrieb) die vereinfachte Losungsermittlung (Kassasturz) in Anspruch nehmen. Dies gilt auch für "kleine Kantinen" bis zu einem jährlichen Umsatz von EUR 30.000,00, wenn diese an nur maximal 52 Tagen im Jahr betrieben werden (Kassasturz).

    Weitere Begünstigungen bestehen u.a. für Automaten (unterschiedliche Vorgangsweise bei Inbetriebnahme vor und nach dem 31.12.2015) und OnlineShops.


    Erleichterung für Mobile Berufe:

    Unternehmer, die zur Führung von Registrierkassen verpflichtet sind und ihre Lieferungen und Leistungen außerhalb der Betriebsstätte erbringen (Mobile Berufe: z.B. Tierärzte, Caterer, Masseure, Friseure), müssen ihre Barumsätze nicht sofort, sondern nach Rückkehr in die Betriebsstätte ohne unnötigen Aufschub in der Registrierkasse erfassen. 

    Voraussetzung ist, dass Unternehmer dem Leistungsempfänger bei Barzahlung einen (händischen) Beleg mit Mindestinhalten ausfolgen, eine Durchschrift anfertigen und diese aufbewahren.


    Steuerbegünstigung:

    Die Anschaffungskosten und die Kosten der Umrüstung einer Registrierkasse oder eines elektronischen Aufzeichnungssystems können in der Zeit von 01.01.2016 bis 31.03.2017 in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Daneben gibt es eine Prämie in Höhe von EUR 200,00 je Erfassungseinheit.

    Für die Anschaffungskosten der Registrierkasse kann zusätzlich der Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden.


    Weitere Ausführungen zur Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht ab 01.01.2016 finden sie unter den "publikationen" in der "box" unseres infocenters.
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  • Kontenregister und Kapitalabflussmeldung
    01.01.2016

    Kontenregister:

    Das BMF erstellt ab 01.01.2016 für alle Konten im Einlagen-, Giro- und Bauspargeschäft sowie Depots die im Bundesgebiet geführt werden ein Kontenregister (Kontenregister- und Konteneinschaugesetz 2015).
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    In das Kontenregister werden rückwirkend ab 01.03.2015 bestimmte Daten (Kontostammdaten), die Banken elektronisch übermitteln, eingetragen. Die ab 2016 laufend zur Verfügung gestellten Daten beinhalten Informationen über private und betriebliche Konten und Depots natürlicher und juristischer Personen (auch Daten vertretungsbefugter Personen, Treugeber und wirtschaftlicher Eigentümer werden eingetragen). 


    Inhalt des Kontenregisters sind:

    bereichsspezifische Personenkennzeichen (Vorname, Zuname, Geburtsdatum, Adresse), Stammzahl des Unternehmens, Kontonummer (Depotnummer), Tag der Eröffnung und Auflösung des Kontos (Depots), Bezeichnung des Kreditinstitutes, Kontoinhaber bei Identifikation.

    Zugriff auf die Daten des Kontoregisters, in das auch selbst eingesehen werden kann (ab Oktober 2016), haben für (finanz)strafrechtliche Zwecke Staatsanwaltschaften, Strafgerichte, Finanzstrafbehörden und das Bundesfinanzgericht. Abgabenbehörden und das Bundesfinanzgericht können für abgabenhehördliche Zwecke auf Daten des Kontenregisters zugreifen, wenn dies im Interesse der Abgabenerhebung zweckmäßig und angemessen ist.

    Gegen die Registerauskunft steht kein Rechtsmittel zur Verfügung; die Prüfung der korrekten Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen obliegt dem Rechtsschutzbeauftragten.

    Durch die elektronische Registerauskunft (Kontenauskunft) erhalten Gerichte und Behörden Auskünfte über gespeicherte Daten. Will das Gericht oder die Behörde weitere Informationen über Geschäftsvorfälle erlangen (Kontostand, Kontobewegung, etc.), muss eine Konteneinschau beantragt werden. 

    Im Veranlagungsverfahren (ESt, KöSt, USt) sind Auskünfte nur zulässig, wenn die Abgabenbehörde Bedenken gegen die Richtigkeit der Abgabenerklärung hat, ein Ermittlungsverfahren einleitet und der Abgabepflichtige davor Gelegenheit zur Stellungnahme hatte (Ergänzungsauftrag).

    Im Ermittlungsverfahren ist die Abgabenbehörde berechtigt, Auskünfte von Kreditinstituten zu verlangen (Konteneinschau), wenn begründete Zweifel an der Richtigkeit der Angaben des Abgabepflichtigen bestehen, zu erwarten ist, dass die Auskünfte geeignet sind, diese Zweifel aufzuklären und durch die Einschau Verhältnis und Zweck der Amtshandlung gewahrt bleiben. 

    Alle Auskunftsverlagen bedürfen der Schriftform, sind vom Leiter der Abgabenbehörde zu unterfertigen und im Abgabenakt zu dokumentieren.

    Das Bundesfinanzgericht (BFG) entscheidet innerhalb von 3 Tagen über die Bewilligung der Konteneinschau (nach Prüfung des Auskunfsverlangens) durch einen Einzelrichter (Schnellverfahren).
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    Kapitalabflussmeldung:

    Nach dem Kapitalabflussmeldegesetz 2015 sind Kapitalabflüsse über EUR 50.000,00 von inländischen Konten und Depots natürlicher Personen ab dem 01.01.2016 zu melden.
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    Ausgenommen von der Meldepflicht sind Kapitalabflüsse aus Geschäftskonten von Unternehmern und Anderkonten bestimmter Berufsgruppen (RA, Not, WT).

    Für 2015 werden Kapitalabflüsse vom 01.03.2015 bis 31.12.2015 bis 31.10.2016 nachgemeldet (rückwirkende Meldung). Danach haben Banken bis 31.01. des Folgejahres jährliche Meldungen für das abgelaufene Kalenderjahr zu erstatten. 

    Sonderregelungen gibt es für bestimmte Kapitalzuflüsse im Inland über EUR 50.000,00 auf Konten und Depots natürlicher Personen (nicht: Geschäftskonten) aus der Schweiz und Liechtenstein für den Zeitraum 01.07.2011 bis 31.12.2012 (Schweiz) und 01.01.2012 bis 31.12.2013 (Liechtenstein). Für diese Fälle ist bis 31.12.2016 eine Kapitalzuflussmeldung zu erstatten. Zur Wahrung der Anonymität ist eine pauschale Abschlagszahlung von 38% zur Abgeltung und Strafbefreiung möglich, sofern diese bis 31.03.2016 bekannt gegeben wird. Alternativ dazu besteht die Möglichkeit einer Selbstanzeige mit Strafzuschlägen von 5% bis 30%. 
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  • Verein und Steuern
    01.09.2015

    Vereine nehmen gesellschaftspolitische Aufgaben war und sind als Wirtschaftsfaktor mit unterschiedlichsten Tätigkeiten anzutreffen.

    Eine Blanko-Steuerbefreiung oder Steuerbegünstigung für Vereine gibt es nicht.
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    Werden bestimmte Kriterien erfüllt, sind Vereine von der Umsatz- und/oder Körperschaftsteuer befreit. Dabei spielen Satzung, Zweck und tatsächlicher Geschäftsbetrieb (Mittelaufbringung und Mittelverwendung) eine wesentliche Rolle.

    Geregelt ist die Steuerpflicht (Steuerbefreiung) von Vereinen in der Bundesabgabenordnung (BAO), ergänzt durch Vereinsrichtlinien, Erlässe des BMF und Entscheidungen der Höchstgerichte.

    Neben grundsätzlichen Fragen zur Vereinsbesteuerung gibt es andere nicht unbeachtliche Anknüpfungspunkte, wie beispielsweise die steuerliche Behandlung von Beschäftigungsverhältnissen (Funktionäre, Organe, andere Beschäftigte), die Führung von Lohnkonten und sonstigen Aufzeichnungen, die Sozialversicherungspflicht, das Arbeitsrecht und Fragen zur Rechnungslegung.

    Wie Erfahrungen aus der Praxis zeigen, sind bei Nichtbeachtung gesetzlicher Vorschriften durchaus behördliche Erhebungen, Eingriffe, Sanktionen und Haftungen gegenüber Organe (Vereinsvorstand) möglich.


    Der Beitrag „Verein und Steuern“ setzt sich mit der derzeit gültigen Rechtslage der Vereinsbesteuerung in Österreich auseinander und kann als Abstimmung zur gelebten Vereinstätigkeit gesehen werden.

    Bestimmte Tätigkeiten von Vereinen befinden sich oft im Nahbereich steuerlicher Auswirkungen, wirken sich jedoch durch Befreiungen und Ausnahmebestimmungen nicht aus. 


    Weitere Ausführungen zu diesem Thema finden Sie unter den publikationen in der "box" unseres infocenters.
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  • Die Qualität des Jahresabschlusses
    01.01.2013

    Die Qualität des Jahresabschlusses liegt im Verantwortungsbereich von Unternehmer (gesetzlicher Vertreter) und Wirtschaftstreuhänder.
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    Wirtschaftstreuhänder sind angehalten bei der Erstellung von Abschlüssen, beginnend für Geschäftsjahre ab 01.01.2013, das Fachgutachten KFS/RL 26 über die "Grundsätze für die Erstellung von Abschlüssen" des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer anzuwenden. 

    Dieses Fachgutachten legt die Berufsauffassung der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zur Erstellung von Jahresabschlüssen dar und dient der Qualität und gegenseitigen Verantwortung. 

    Die Verantwortung zwischen Unternehmer (gesetzlicher Vertreter) und Wirtschaftstreuhänder ist klar abgegrenzt: 

    Der Unternehmer (gesetzlicher Vertreter) stellt den Jahresabschluss auf, bereitet die Unterlagen dazu vor, ist für deren Vollständigkeit und Richtigkeit (auch für die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und das interne Kontrollsystem) verantwortlich und trifft hierzu alle notwendigen Entscheidungen. 

    Der Wirtschaftstreuhänder bringt bei der Erstellung des Abschlusses seine Fachkompetenz ein, zeigt Gestaltungsmöglichkeiten (Ansatz-, Bewertungs- und Besteuerungswahlrechte) auf und unterstützt den Unternehmer (gesetzlichen Vertreter) bei seinen gesetzlichen Verpflichtungen.

    Der Wirtschaftstreuhänder darf nicht an erkannten und unzulässigen Wertansätzen und Darstellungen im Abschluss mitwirken. 

    Grundlage für die Erstellung des Abschlusses sind die (durch den Unternehmer, gesetzlichen Vertreter) vorgelegten Belege, Bücher, Bestandsnachweise und erteilten Auskünfte.

    Berufsberechtigte dürfen auf die Richtigkeit und Vollständigkeit ihnen übergebener Unterlagen und erteilter Auskünfte vertrauen und sind nicht verpflichtet, Nachforschungen über deren Richtigkeit und Vollständigkeit anzustellen und deren Ordnungsmäßigkeit zu überprüfen. 


    Der Wirtschaftstreuhänder ergänzt seinen Abschluss durch den Ergebnisbericht. Aus diesem geht hervor, dass er die Grundsätze des Fachgutachtens KFS/RL 26 beachtet, keine Abschlussprüfung durchgeführt und keine Bestätigungsleistung erbracht hat (die Erstellung des Abschlusses und deren Prüfung schließen einander aus). 

    Die Weitergabe des durch den Wirtschaftstreuhänder erstellten Abschlusses an Dritte darf nur unter Verwendung des Ergebnisberichtes erfolgen. 

    Als Wirtschaftstreuhänder übernehmen wir Verantwortung und unterstützen Unternehmer (gesetzliche Vertreter) bei Entscheidungen und gesetzlichen Obliegenheiten. Durch die Beachtung des Fachgutachtens erhöhen wir die Rechtssicherheit und ergänzen unsere Tätigkeit durch Plausibilitätskontrollen und sonstige Beratungsleistungen. 


    Weitere Ausführungen zu diesem Beitrag sowie das angeführte Fachgutachten finden Sie unter den publikationen in der "box" unseres infocenters. 
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  • Neuordnung der Verwaltungsgerichtsbarkeit 
    01.01.2014

    Gewaltentrennung (Gesetzgebung, Verwaltung) und Mehrstufigkeit der Rechtsordnung (Kontrollfunktion der Gerichte) dienen der Rechtssicherheit und sind grundlegende Errungenschaften unseres Rechtssystems.

    Die Neuordnung der Verwaltungsgerichtsbarkeit ab 01.01.2014 ist wesentlich und entspricht diesen Grundsätzen. 
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    Ab 01.01.2014 sind bundesweit 11 unabhängige Gerichte der zweiten Instanz (bisher eine Vielzahl von UVS, UFS, Gerichte, Behörden und Senate) für strittige Verwaltungsentscheidungen auf Bundes- und Landesebene zuständig. 

    2 Bundes- und 9 Landesverwaltungsgerichte übernehmen die Entscheidungskompetenz unabhängiger Verwaltungs- und Finanzsenate und anderer Verwaltungsentscheidungsträger des Bundes und der Länder. 

    Zuständigkeiten, Aufgabenbereiche und Verfahren sind im Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (VwGVG 2013) und anderen neu geregelt:


    Das Bundesfinanzgericht (BFG) ist für Finanzverfahren (Steuer-, Zoll- und Finanzstrafsachen) des Bundes (Bundes-Finanzverwaltung), das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) für Verwaltungsverfahren des Bundes (unmittelbare Bundesverwaltung: Soziales, Umwelt, Wirtschaft, Asyl- und Fremdenrecht, Dienst- und Disziplinarrecht öffentlich Bediensteter, Datenschutz) und neun Landesverwaltungsgerichte (LVwG) sind für sonstige Verwaltungsverfahren der Länder, Gemeinden (gilt nicht für deren eigenen Wirkungsbereich) und Gebietskörperschaften mittelbar und unmittelbar örtlich und sachlich zuständig soweit diese nicht in die Zuständigkeit des BFG oder BVwG fallen. 


    Im Verfahren gibt es neue (einheitliche) Fristen, Vorgangsweisen, Zuständigkeiten und Bezeichnungen. Die Frist wird zur Beschwerdefrist, Berufungen werden zu Beschwerden (Bescheidbeschwerden), Berufungsvorentscheidungen zu Beschwerdevorentscheidungen; der Vorlageantrag bleibt Vorlageantrag, der Devolutionsantrag wird zur Säumnisbeschwerde, die Berufungsentscheidung wird zum Erkenntnis. 

    Behörden erster Instanz müssen bei Bescheidbeschwerden innerhalb von sechs Monaten entscheiden; ist dies nicht der Fall besteht die Möglichkeit der Säumnisbeschwerde an das Verwaltungsgericht. 


    Die Maßnahmenbeschwerde (BAO) ist neu und wird den Verwaltungsgerichten zugeordnet. Wird jemand durch die Ausübung unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls- und Zwangsgewalt (AuvBZ) in seinen Rechten verletzt, kann dieser Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben (Maßnahmenbeschwerde). 

    Eine AuvBZ liegt vor, wenn Verwaltungsorgane zwangsweise (ohne Bescheid) in persönliche Rechte eingreifen oder den Eingriff androhen (ua Festnahme, Beschlagnahme, Betretung, Nachschau, Vollstreckung, Antragsverweigerung). Erfolgt die AuvBZ durch ein Organ der Bundesfinanzbehörde (Finanzpolizei, Finanzamt, Zollbehörde) ist das BFG zur Entscheidung zuständig; erfolgt diese durch ein Organ der Landes- oder Gemeindeabgabenbehörde, ist das LVwG örtlich zuständig. 


    Neu ist, dass Verwaltungsgerichte in ihren Erledigungen nunmehr über die Zulässigkeit der (ordentlichen) Revision (bisher: außerordentliches Rechtsmittel) an den Verwaltungsgerichtshof (VwGH) (bei einer behaupteten Verletzung (einfach)gesetzlicher Rechte) entscheiden; die Entscheidung ist zu begründen. Wird die ordentliche Revision abgelehnt, befindet darüber auf Antrag der VwGH (außerordentliche Revision). Bejaht er diese (Bedeutung der Rechtsfrage), entscheidet er im Anschluss in der Sache selbst. 

    Bei einer behaupteten Verletzung verfassungsrechtlich gewährleisteter Rechte kann Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) erhoben werden. 


    Das Verfahren vor dem Bundesfinanzgericht


    Wie funktioniert das Verfahren vor dem Bundesfinanzgericht? Details dazu finden Sie in der Bundesabgabenordnung (BAO) und auf der Homepage des Bundesfinanzgerichtes (BFG Verfahren). 
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  • Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014
    01.01.2016

    Für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), Aktiengesellschaften (AG) und kapitalisierte Personengesellschaften (GmbH & Co KG) gelten ab 01.01.2016 (beginnende Geschäftsjahre) neue Rechnungslegungsbestimmungen (Ausgleich von Unternehmens- und Steuerrecht).
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    Wesentliche Änderungen sind:

    Neustrukturierung der Größenklassen:

    Kleinstgesellschaften: Bilanzsumme EUR 350.000,00, Umsatzerlöse EUR 700.000,00, Arbeitnehmer 5.

    Kleingesellschaften: Bilanzsumme EUR Mio 5, Umsatzerlöse EUR Mio 10, Arbeitnehmer 50.

    Mittelgesellschaften: Bilanzsumme EUR Mio 20, Umsatzerlöse EUR Mio 40, Arbeitnehmer 250.

    Großgesellschaften: Größenmerkmale über Mittelgesellschaften.

    Die Einstufung in die nächstfolgende Größenklasse erfolgt bei Überschreiten zweier Merkmale in der jeweiligen Klasse. 

    Für Kleinstgesellschaften (NEU) entfällt die Verpflichtung zur Erstellung des Anhanges.

    Die Bilanzposition "unversteuerte Rücklage" wird ersatzlos gestrichen und diese in  die "Gewinnrücklage" und damit verbundene "latente Steuern" (Rückstellung) eingestellt.

    Der (derivative) Geschäfts- und Firmenwert ist ab 01.01.2015 über 10 Jahre gleichmäßig verteilt abzuschreiben. Außerplanmäßige Abschreibungen sind zulässig; danach ist eine Zuschreibung ausgeschlossen.

    Wirtschaftsgüter des Finanzanlagevermögens (gilt nicht für Geschäfts- und Firmenwert) müssen ab 01.01.2016 (beginnende Geschäftsjahre) auf den höheren Teilwert (soweit vorhanden) aufgewertet werden. Die Zuschreibungspflicht gilt auch für steuerliche Zwecke. Die Aufwertung kann einer steuerlichen Zuschreibungsrücklage zugeführt werden (Antrag). Diese ist mit allfälligen außerordentlichen Abschreibungen für dieses Wirtschaftsgut verrechenbar und spätestens im Zeitpunkt des Ausscheidens aufzulösen (nachzuversteuern). Die steuerliche Zuschreibungsrücklage ist unternehmensrechtlich als passive Rechnungsabgrenzung ausweisbar.

    Unterschiedliche unternehmensrechtliche und steuerrechtliche Wertansätzen sind durch die Bilanzierung "latenter Steuern" auszugleichen. Mittelgroße und große Gesellschaften sind zusätzlich verpflichtet aktiv latente Steuern aus Verlustvorträgen im Jahresabschluss auszuweisen. Werden latente Steuern aus Verlustvorträgen aktiviert, dürfen nur übersteigende Gewinne ausgeschüttet werden (gilt auch für (jederzeit) auflösbare Rücklagen). Die erstmalige Aktivierung aktiv latenter Steuern ist gleichmäßig verteilt auf 5 Jahre anzusetzen.

    Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (langfristige Rückstellungen) sind mit einem marktüblichen Zinssatz (z.B. Durchschnittszinssatz der letzten 7 Jahre, 3,5% gem. § 9 (5) EStG) abzuzinsen. Führt die Abzinsung zu einer Auflösung der Rückstellung, ist diese gleichmäßig verteilt auf 5 Jahre anzusetzen. 


    Ab 2016 enfällt der Ausweis außerordentlicher Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung (die Angabe im Anhang bleibt aufrecht).
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  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts NEU

    Text in Bearbeitung ...


  • GmbH NEU
    01.03.2014

    Ab 01.07.2013 gelten neue Bestimmungen für GmbHs (GesRÄG 2013); diese wurden mit 01.03.2014 angepasst (AbgÄG 2014). 

    Das Mindeststammkapital wurde ab 01.07.2013 von EUR 35.000,00 auf EUR 10.000,00 herabgesetzt und ab 01.03.2014 wiederum auf EUR 35.000,00 angehoben. 
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    Bei Neugründung einer GmbH kann nunmehr neben der normalen Mindeststammeinlage in Höhe von EUR 35.000,00 eine "gründungsprivilegierte Stammeinlage" in Höhe von mindestens EUR 10.000,00 vereinbart werden, auf die dann EUR 5.000,00 (50%) einzuzahlen sind. Die Mindeststammeinzahlung ist innerhalb von 10 Jahren auf EUR 17.500,00 (Hälfte des normalen Mindeststammkapitals) anzuheben. 

    Die Verpflichtung der Geschäftsführung zur Einberufung einer Generalversammlung wurde ausgedehnt (Verlust des halben Stammkapitals, Eigenkapitalquote unter 8%, fiktive Schuldentilgungsdauer über 15 Jahre).

    Die Publikationspflichten bleiben unberührt. 

    Die Mindestkörperschaftsteuer betrugt ab dem 3. Quartal 2013 EUR 125,00/Quartal bzw. EUR 500,00/Jahr (bisher: EUR 1.750,00/Jahr) und galt generell für alle GmbHs mit Verlusten bzw. Gewinnen bis zu EUR 2.000,00. Davon betroffen waren nicht nur neu gegründete GmbHs mit einem Mindeststammkapital von EUR 10.000,00 sondern auch bestehende GmbHs mit einem Mindeststammkapital von über EUR 10.000,00 (zB EUR 35.000,00). 

    Bisher vorgeschriebene Mindestvorauszahlungen 2013 blieben unverändert und werden bei der Veranlagung 2013 angepasst. 

    Ab dem 2. Quartal 2014 beträgt die Mindestkörperschaftsteuer wieder EUR 437.50 pro Quartal (EUR 1.750,00 jährlich). Die Mindestvorauszahlung reduziert sich für Neugründungen ab 01.07.2013 staffelweise von (in den ersten 5 Jahren) EUR 125,00 pro Quartal (EUR 500,00 jährlich) auf (in den nächsten 5 Jahren) EUR 250,00 pro Quartal (EUR 1.000,00 jährlich) und erhöht sich ab dem 10. Jahr wieder auf den Betrag von EUR 1.750,00 jährlich. 
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  • Sommerzeit: Arbeit für Praktikanten
    01.06.2016

    Mit dem Sommer kommt die Zeit, in der Unternehmer Praktikanten, Volontäre oder Ferialarbeiter beschäftigen. Dabei sind unterschiedliche Vorschriften zu beachten:
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    Ferialpraktikanten

    Ferialpraktikanten sind Schüler oder Studenten, die im Rahmen des Lehrplanes oder der Studienordnung vorgeschriebene oder übliche praktische Tätigkeiten in einem Betrieb nachweisen müssen. Diese Tätigkeit dient der Ergänzung der schulischen Ausbildung; im Vordergrund steht der Lernzweck. Es wird keine "Arbeitsleistung" erbracht.

    Ferialpraktikanten stehen in keinem Dienstverhältnis, das heißt, sie haben keine Arbeitsverpflichtung. Sie sind nicht an die Arbeitszeit des Betriebes gebunden, unterliegen keinem Weisungsrecht und dürfen keine Arbeitskraft ersetzen.

    Da Ferialpraktikanten außerhalb des Arbeitsrechtes und des Kollektivvertrages stehen, haben sie auch keinen Anspruch auf Entgelt. Ob ein freiwilliges Taschengeld bezahlt wird und wie hoch dieses ist, unterliegt der freien Vereinbarung.

    Da Ferialpraktikanten keine Dienstnehmer sind, unterliegen sie auch nicht den arbeitsrechtlichen Vorschriften (einschließlich des Kollektivvertrages). Sie haben weder Anspruch auf Urlaub oder Urlaubsersatzleistung noch auf anteilige Sonderzahlung. Weiters besteht auch kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.


    Volontäre

    Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Volontären Personen, die kurzfristig und ausschließlich zur Weiterführung bisher erworbener Ausbildung im Betrieb weitergebildet werden. Für sie gelten dieselben Bestimmungen wie für Ferialpraktikanten.

    Da die Abgrenzung zum Ferialarbeitnehmer oft schwierig und im Zweifelfall meist ein Ferialarbeitsverhältnis anzunehmen ist, muss unbedingt ein Volontär- oder Praktikantenvertrag abgeschlossen werden, der Informationen über die Dauer, die Auflösbarkeit, das Nichtvorliegen einer Arbeitspflicht, Unentgeltlichkeit, ein allfälliges geringes Taschengeld und das tatsächliche Bestehen dieser Vereinbarung enthält.


    Ferialarbeitnehmer

    Ferialarbeitnehmer sind Schüler und Studenten, die während der Ferien zum Geldverdienen oder auch zum Erfahrungserwerb ein normales, meist befristetes Dienstverhältnis antreten.

    Gilt die Bindung an eine Arbeitszeit, an sonstige Arbeitsanweisungen und ist der Ferialarbeiter in die Betriebsorganisation eingebunden, so ist er wie ein herkömmlicher Dienstnehmer zu behandeln.

    Solche Dienstnehmer unterliegen dem Kollektivvertrag, haben Anspruch auf den kollektivvertraglichen Mindestlohn, Urlaub, Sonderzahlungen sowie Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

    Der Abschluss eines schriftlichen und gegebenenfalls befristeten Dienstvertrages für Ferialarbeitnehmer sowie die Vereinbarung einer Probezeit wird dringend empfohlen.

    Im Geltungsbereich des Kollektivvertrages für das Gastgewerbe ist eine datumsmäßige Fixierung zur Gültigkeit der Befristung notwendig.

    Ferialarbeitnehmer unterliegen voll den kollektivvertraglichen Regelungen. So sieht beispielsweise der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe vor, dass Schüler von mittleren und höheren Schulen, die aufgrund rechtlicher Vorschriften ein Betriebspraktikum leisten müssen, Anspruch auf ein Entgelt in Höhe der jeweils geltenden Lehrlingsentschädigung für das mit dem Schuljahr korrespondierende Lehrjahr haben.

    Praktika, die zwischen zwei Schuljahren geleistet werden, sind dem jeweils vorangegangenen Schuljahr zuzurechnen. Ferialpraktikanten im Hotel- und Gastgewerbe können nur im Rahmen von Arbeitsverhältnissen beschäftigt werden.

    Findet sich im betreffenden Branchenkollektivvertrag keine Sonderregelung, muss der Ferialarbeitnehmer in der seiner Arbeit entsprechenden Lohngruppe eingereiht und nach dieser bezahlt werden. Im Kollektivvertrag ist auch ein allfälliger Anspruch auf anteilige Sonderzahlung geregelt.

    Achtung: Auch der „vermeintliche“ Praktikant mit schulischer Verpflichtung zur Praxis unterliegt dann allen diesen Bestimmungen, wenn er diese „Praxis“ genauso wie ein Arbeitnehmer erbringt.

    Sonderregelungen sehen unter anderem folgende Kollektivverträge vor:

    – Garten- und Grünflächengestalter,
    – Arbeiter im Metallgewerbe,
    – das Zimmerergewerbe,
    – Gewerbeangestellte,
    – Industrieangestellte, 
    – IT-Branche.

    Echte Ferialpraktikanten unterliegen ab 01.09.2005 nicht der Pflichtversicherung und sind nicht bei der Gebietskrankenkasse anzumelden. Während des Pflichtpraktikums sind sie beitragsfrei unfallversichert.

    Tipp: Der Praktikantenvertrag mit der Schule sollte griffbereit im Betrieb aufliegen, falls eine Einschau durch die Finanzpolizei erfolgt. Nach Auskunft der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt kann die Meldung des unentgeltlichen Pflichtpraktikanten oder des unentgeltlichen Volontärs auch durch ein formloses Schreiben erfolgen (Kann-Bestimmung).

    Vorsicht: Wird dem Pflichtpraktikanten oder dem Volontär ein freiwilliges Taschengeld über der Geringfügigkeitsgrenze bezahlt, wird dieses als beitragspflichtig angesehen.


    Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Sozialversicherung, Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag


    Bis zu einem monatlichen Bruttobezug von EUR 415,72 (Wert 2016) ist dieser im Falle einer Sozialversicherungspflicht wegen Geringfügigkeit beim Dienstnehmer sozialversicherungsfrei. Liegt der Monatsbezug über dieser Grenze, werden die Sozialversicherungsbeiträge voll verrechnet. 

    Ab einem Jahreseinkommen (nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen, Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen) von EUR 11.000,00 entsteht die Einkommen- bzw. Lohnsteuerpflicht (nicht berücksichtigt werden bei dieser Grenze Sonderzahlungen aus nichtselbständigen Einkünften). Zum Jahreseinkommen zählen auch allfällige Vermietungseinkünfte und Sonstige Einkünfte (nicht dazu gehören: Lehrlingsentschädigungen, Waisenpensionen, endbesteuerte Einkünfte, etc.).

    Eine Ferialbeschäftigung im Werkvertrag oder freiem Dienstvertrag unterliegt grundsätzlich auch der Umsatzsteuer (im Regelfall 20%). Diese entsteht jedoch erst ab einem Jahresumsatz von EUR 36.000,00 (Kleinunternehmergrenze bei 20% Umsatzsteuer).

    Kinder bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres dürfen ganzjährig beliebig viel verdienen, ohne dass die Eltern Familienbeihilfe und/oder Kinderabsetzbetrag verlieren.

    Kinder über 19 Jahre müssen darauf achten, dass ihr Jahreseinkommen (siehe oben) EUR 10.000,00 nicht übersteigt, um den Eltern Familienbeihilfe und/oder Kinderabsetzbetrag zu erhalten.
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  • Straffreiheit bei Selbstanzeigen
    01.10.2014

    Wer sich eines Finanzvergehens (vorsätzliche Abgabenhinterziehung, Verletzung der Verpflichtung zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung oder Führung von Lohnkonten, fahrlässige Abgabenverkürzung, u.a.) schuldig gemacht hat, wird insoweit straffrei, als er seine Verfehlung darlegt (Selbstanzeige). 
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    War mit der Verfehlung eine Abgabenverkürzung (oder ein Einnahmenausfall) verbunden, tritt Straffreiheit insoweit ein, als der Behörde "ohne Verzug" die für die Feststellung der Verkürzung (des Einnahmenausfalls) bedeutsamen Umstände offen gelegt werden, und die sich daraus ergebenden oder geschuldeten Beträge binnen einer Frist von einem Monat entrichtet werden. Diese Frist kann durch Gewährung von Zahlungserleichterungen auf höchstens zwei Jahre verlängert werden. Lebt die Schuld nach Entrichtung ganz oder teilweise wieder auf (z.B. Terminverlust), bewirkt dies auch ein Wiederaufleben der Strafbarkeit.

    Die Straffreiheit tritt nicht ein, wenn bereits zum Zeitpunkt der Selbstanzeige Verfolgungshandlungen gesetzt waren, die Tat bereits ganz oder teilweise entdeckt und dies dem Anzeiger bekannt war und bei einem vorsätzlichen Finanzvergehen die Selbstanzeige anlässlich einer abgabenbehördlichen Prüfung (Nachschau, etc.) nicht schon bei Beginn der Amtshandlung (nach Prüfungsbeginn, etc.) erstattet wird. 


    Neu ab 01.10.2014:


    Ab 01.10.2014 wird die Straffreiheit versagt, wenn bereits einmal hinsichtlich desselben Abgabenanspruchs Selbstanzeige erstattet wurde.

    Bisher war die erstmalige Selbstanzeige für vorsätzliche oder grob fahrlässige Finanzvergehen desselben Abgabenanspruches straffrei und führte erst im Wiederholungsfall zu einer Abgabenerhöhung von 25%.

    Im Rahmen einer Selbstanzeige wird künftig besonders Wert auf die sorgfältige und vollständige Erfassung aller Unrichtigkeiten zu legen sein. (Teilselbstanzeigen für denselben Abgabenanspruch (bisher erfolgte Selbstanzeigen) bleiben nach der Neuregelung weiterhin strafaufhebend).

    Wird eine Selbstanzeige anlässlich einer abgabenrechtlichen Prüfung (Nachschau, etc.) nach deren Anmeldung oder Bekanntgabe erstattet, tritt bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Finanzvergehen Straffreiheit nur dann ein, wenn der Mehrbetrag laut Selbstanzeige und die mit Bescheid festzusetzende Abgabenerhöhung (Strafzuschlag) fristgerecht entrichtet werden.

    Der Strafzuschlag ist gestaffelt und beträgt bis zu einem Mehrbetrag von EUR 33.000,00 5%, bis zu einem Mehrbetrag von EUR 100.000,00 15%, erhöht sich ab einem Mehrbetrag von EUR 250.000,00 auf 20% und beträgt ab einem Mehrbetrag von EUR 250.000,00 30%. Bei leicht fahrlässigen Finanzvergehen entfällt der Strafzuschlag. 

    Straffreiheit tritt nicht ein, wenn bei vorsätzlichen Finanzvergehen die Selbstanzeige anlässlich einer abgabenrechtlichen Prüfung (Nachschau, etc.) nicht schon bei Beginn der Amtshandlung (nach Prüfungsbeginn, etc.) erstattet wird (Ausschlussgrund). Eine nach Prüfungsbeginn eingebrachte Selbstanzeige verliert bei vorsätzlichen Finanzvergehen die strafbefreiende Wirkung. In diesem Fall entfällt der Strafzuschlag und wird ein ordentliches Strafverfahren eingeleitet.

    Ob leichte oder grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegt, hat die Finanzbehörde unter Beachtung gesetzlicher Bestimmungen und der Judikatur zu entscheiden und ist nachzuweisen. Die Entscheidung darüber ist rechtsmittelfähig.
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  • Finanzpolizei und Betriebsprüfung
    01.01.2013

    Keine Schätzung, keine Zuschläge, kein Finanzstrafverfahren. Wir informieren über Aufzeichnungspflichten im Steuerrecht und beraten persönlich im Gespräch.
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    Dokumente und Publikationen zu diesem Thema finden Sie in der "box" unseres infocenters.
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  • Kassenrichtlinie 2012
    01.01.2013

    In der "Kassenrichtlinie 2012" nimmt das BMF zu Fragen der Ordnungsmäßigkeit von Grundaufzeichnungen und Kassensystemen Stellung.
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    Welche Grundaufzeichnungen sind zu führen, wie sind Daten zu erfassen, aufzuzeichnen und aufzubewahren? In der Richtlinie werden auch die verschiedenen Typen von Kassensystemen und Registrierkassen beschrieben und dargestellt.

    Ab 2013 sind alle "Maßnahmen zur Sicherstellung der vollständigen und richtigen Erfassung der Geschäftsvorfälle" (E131) zu dokumentieren (Systemdokumentation). 


    Dokumente dazu finden Sie in der "box" unseres infocenters.
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  • Arbeitszeitaufzeichnungen und sonstige Aufzeichnungen aus dem Arbeitsverhältnis
    01.01.2014

    Dienstgeber sind gesetzlich verpflichtet bestimmte Aufzeichnungen zu führen.
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    Arbeitszeitaufzeichnungen (Arbeitszeitgesetz - AZG)

    Geleistete Arbeitsstunden (tatsächliche Arbeitszeit und zeitliche Lagerung) sind vor Ort (Betriebsstätte) aufzuzeichnen. Dienstpläne (im Vorhinein) gelten als nicht exakte Zeitaufzeichnung (VwGH).  

    Zeitaufzeichnungen sind für alle Dienstnehmer (auch Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte) einzeln zu führen und gelten nicht für leitende Angestellte.

    Werden Zeitaufzeichnungen vom Dienstnehmer geführt, ist der Dienstgeber für die Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnungen verantwortlich (Anleitungs-, Kontroll- und Aufbewahrungspflicht). Ein Durchrechnungszeitraum ist festzuhalten; die Gleitzeit zu überprüfen und bei Zeiterfassungssystemen mit dem Dienstnehmer abzustimmen.


    Konsequenzen


    Nicht ordnungsgemäß geführte Zeitaufzeichnungen erschweren die Entlohnung, führen zu Nachforderungen/Berichtigungen von Lohn- und Lohnnebenkosten (Abgeltungsansprüche, GPLA-Prüfungen) und Verwaltungsstrafen (Lohn- und Sozialdumping, LSD-BG).


    Lohnkonten (Einkommensteuergesetz - EStG)

    Dienstgeber sind verpflichtet für ihre Dienstnehmer Lohnkonten mit bestimmten Inhalten zu führen. Die Lohnkonten müssen auch allfällige Reisekosten (Tages-, Nächtigungs- und Kilometergelder) beinhalten.


    Sonstige Aufzeichnungen

    Dienstverträge, Dienstzettel, Lehrverträge
    Urlaubs-, Krankenstands- und Abwesenheitszeiten
    Überstunden-, Provisions- und sonstige leistungsabhängige Aufzeichnungen
    BUAK Aufzeichnungen und Abrechnungen
    Tachoscheiben und Datenträger
    Reisekostenabrechnung, Fahrtenbücher
    Konten, Sonstige Geschäftsunterlagen
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  • Schwerpunkte bei GPLA-Prüfungen und Tätigkeiten der Finanzpolizei
    01.01.2014

    Schwerpunkte bei GPLA-Prüfungen (Prüfung von Lohnabgaben und Sozialversichungsgrundlagen) sind:

    - Arbeitszeitaufzeichnungen
    - Lohn- und Sozialdumping (LSD-BG)
    - Anspruchslohnprinzip
    - Entgeltausfallsprinzip
    - Reisekostenabrechnung
    - Halbe Sachbezüge KFZ
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    Im Rahmen des Leistungsangebotes unserer "Personalverrechnung" übernehmen wir die ordnungsgemäße Abrechnung von Löhnen und Gehältern und informieren über gesetzliche Obliegenheiten.

    Schwerpunkte bei Kontrolltätigkeiten der Finanzpolizei sind:

    - Einhaltung der Kassenrichtlinie
    - Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht
    - Lohn- und Sozialdumping (LSD-BG)
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  • Elektronische Übermittlung der Sozialversicherungsmeldungen
    01.01.2014

    Juristische Personen (GmbH, AG, KÖR, Vereine, ua) und eingetragene Personengesellschaften (OG, KG, GmbH & Co KG) dürfen Sozialversicherungsmeldungen nur noch elektronisch strukturiert übermitteln (elektronische Meldeverpflichtung ab 01.01.2014). 
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    Die elektronische Meldeverpflichtung gilt für alle Meldungen des angeführten Personenkreises; es besteht keine Ausnahme. Papiermeldungen (auch Meldungen per Email oder SMS) gelten als nicht erstattet (Sanktionen). 


    ELDA
    : elektronischer Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern.


    Sofortanmeldung der Dienstnehmer: Dienstnehmer (auch geringfügig Beschäftigte) sind vor Arbeitsbeginn bei der Sozialversicherung anzumelden. Die Sofortanmeldung der Dienstnehmer können Sie selbst durchführen.

    Die Anmeldung der Dienstnehmer finden Sie "hier" oder unter den Anträgen und Meldungen in der "box" unseres infocenters. 

    Abmeldung der Dienstnehmer: Dienstnehmer sind bis spätestens eine Woche nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses abzumelden. 


    Im Rahmen des Leistungsangebotes unserer "Personalverrechnung" übernehmen wir die gesetzlichen Meldepflichten. 

    ELDA Meldung Dienstnehmer
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  • Wochengeldbezug und Pflegekarenz
    01.07.2013

    Unternehmerinnen
    , die ab 01.07.2013 Wochengeld beziehen und vorübergehend die selbständige Tätigkeit einstellen, sind für die Dauer des Wochengeldbezuges von den Beiträgen zur Sozialversicherung befreit.
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    Das Gewerbe ist ruhend zu melden und dies der SVA mitzuteilen.

    Dienstnehmer können ab 01.01.2014 zur Pflege naher Angehöriger (ab Pflegestufe 3) für die Dauer von 1 bis 3 Monate (einmalige Verlängerung bei wesentlicher Erhöhung des Pflegebedarfs um zumindest eine Stufe) Pflegekarenz (gänzlicher Entfall der Arbeitsleistung und des Arbeitsentgeltes; Pflegeteilzeit: teilweiser Entfall der Arbeitsleistung und des Arbeitsentgeltes) beantragen. Das Pflegekarenzgeld wird in Höhe des Arbeitslosengeldes ausbezahlt. Ähnliches gilt für die Familienhospizkarenz.

    Neben bestimmten Voraussetzungen muss zur Pflegekarenz ua der Dienstgeber schriftlich zustimmen.

    In den angeführten Fällen entfallen die Sozialversicherungsbeiträge (Kranken- und Pensionsversicherung); der Versicherungsschutz bleibt aufrecht. Alle Leistungen der Sozialversicherung können in Anspruch genommen werden. Die Pensionsversicherungszeiten werden angerechnet.
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  • Zuschuss zur Entgeltfortzahlung
    01.09.2013

    Klein- und Mittelbetriebe (Arbeitgeber, die regelmäßig weniger als 51 Dienstnehmer beschäftigen) erhalten von der AUVA auf Antrag einen Zuschuss zur Entgeltfortzahlung.  
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    Der Zuschuss beträgt pro Dienstnehmer und Arbeitsjahr 50% der Entgeltfortzahlung (die maximale Bemessung des Zuschusses ist das Eineinhalbfache der Höchstbeitragsgrundlage) zuzüglich eines Zuschlages für Sonderzahlungen (8,34%) und wird bei einem Arbeits- oder Freizeitunfall ab dem 4. Tag, bei sonstigen Krankheitsfällen ab dem 11. Tag der Arbeitsverhinderung für die Dauer von 6 Wochen (42 Kalendertage) gewährt. 

    Vergütungsanträge können bis zu 3 Jahre nach Beginn der jeweiligen Entgeltfortzahlung gestellt werden.
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  • Pendlerpauschale und Pendler-Rechner
    01.01.2014

    Der ab 2014 beim BMF neu installierte PendlerRechner dient der Berechnung und steuerlichen Geltendmachung des Pendlerpauschales. 
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    Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind im Rahmen eines Dienstverhältnisses durch den Verkehrsabsetzbetrag (VA: EUR 291,00 pa) abgegolten. 

    Besteht Anspruch auf den Verkehrsabsetzbetrag können zusätzlich das Pendlerpauschale (PP) - pauschale Werbungskosten (Freibetrag) - und der PendlerEuro (P€) - Absetzbetrag - (EUR 2,00/km pa für die einfache Wegstrecke W-A) in Anspruch genommen werden. Dazu kommen bei der Veranlagung (unter bestimmten Voraussetzungen) Pendlerzuschlag und Pendlerausgleichsbetrag.

    Der ab 01.01.2014 neu installierte BMF-PendlerRechner dient der Berechnung des Pendlerpauschales. Das Ergebnis ist zu dokumentieren und die Berechnung den Lohnunterlagen beizufügen (Nachweispflicht).

    Wird entgegengehalten, dass das Ergebnis dieser Berechnung nicht den tatsächlichen Verhältnissen entspricht, ist in der Veranlagung eine Anpassung möglich. 

    Die Kriterien der Inanspruchnahme des Pendlerpauschales sind vielfältig und durch die Verwendung des BMF-PR vorgezeichnet: 

    Zum einen ist die Entfernung zwischen Wohnung (W) und Arbeitsstätte (A) maßgeblich, zum anderen die Zumutbarkeit der Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel (Wegstrecke W-A) zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme (Tag- oder Nachtzeit, bestimmter Wochentag, Wochenende, rush-hour, ua). 

    Ist die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel unzumutbar steht das große Pendlerpauschale (gPP) zwischen EUR 372,00 und EUR 3.672,00 pa abhängig von der Entfernung W-A (4 Kategorien zwischen 2 und 60 km einfacher Wegstrecke) zu. 

    Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist unzumutbar, wenn die Wegzeit (Gesamtzeit: Gehzeit, Fahrtzeit, Wartezeit) der einfachen Wegstrecke mehr als 2 Stunden beträgt, die Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel nicht zur erforderlichen Zeit (60 Minuten) oder nur auf bis zur halben Wegstrecke gegeben ist oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch eine Behinderung nicht möglich erscheint. 

    Ist die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zumutbar, kann das kleine Pendlerpauschale (kPP) zwischen EUR 696,00 und EUR 2.016,00 pa abhängig von der Entfernung W-A (3 Kategorien zwischen 20 und 60 km einfacher Wegstrecke) beansprucht werden. 

    Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist zumutbar, wenn die Wegzeit (Gesamtzeit) der einfachen Wegstrecke unter 1 Stunde liegt. 

    Bei einer Wegzeit (Gesamtzeit) zwischen 1 und 2 Stunden steht abhängig von Wegzeit (Gesamtzeit) und Fahrtzeit (Öffis) entweder das kleine oder große Pendlerpauschale zu. 

    Kein Pendlerpauschale gibt es beim Jobticket, der Privatnutzung eines dienstgebereigenen Kraftfahrzeuges, für Familienheimfahrten und im Rahmen des Werkverkehrs. Liegen mehrere Wohnsitze vor, ist für die Berechnung des Pendlerpauschales der dem Arbeitsplatz nächstliegende Wohnsitz maßgeblich; bei mehreren Dienstverhältnissen steht höchstens ein Pendlerpauschale in vollem Ausmaß (3/3) zu. 

    Das Pendlerpauschale wird auch für Zeiträume des Krankenstandes, der Feiertage und des Urlaubs gewährt. Verkehrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte kein Massenbeförderungsmittel steht das große Pendlerpauschale zu. 

    Die angeführten Beträge (PP) gelten für das regelmäßige Pendeln von an mindestens 11 Tagen im Kalendermonat (3/3). Wird von 8 bis 10 Tagen im Monat gependelt reduziert sich das PP auf 2/3, bei Pendeln von an 3 bis 7 Tagen auf 1/3 und entfällt bei "Arbeitsgängen" von unter 3 Tagen im Monat zur Gänze (0/3).  

    Damit es verständlicher wird, gibt es den (vielleicht Glück bringenden) BMF-PendlerRechner und die fachkundige Beratung zu vielen Details durch Ihren Steuerberater. 
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    BMF Pendler-Rechner



  • Das Thema Auto
    01.01.2013

    Das Auto ist immer ein Thema - sowohl privat als auch im Betrieb.  
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    Wann ist das Auto dem Betrieb zuzurechnen, welche Ausgaben können als Betriebsausgaben verrechnet werden, wann ist ein "Privatanteil" oder "Sachbezug" anzusetzen, für welche Autos gibt es einen Vorsteuerabzug, gibt es Steuerbegünstigungen für KFZ? 

    Antworten zu diesen und anderen Fragen finden Sie neben besonderen Regelungen für PKW und Kombi-Kraftfahrzeugen in den nachfolgend angeführten Informationen.


    Dokumente und Publikationen zu diesem Thema finden Sie in der "box" unseres infocenters.


    Wie viel Geld geben die Österreicher für Ihr Auto aus?


    Seit mehr als zwei Jahrzehnten werden kontinuierlich jährlich rd. 11% (zuletzt EUR 18,6 Mrd) des Haushaltsbudgets für das Auto verwendet. Das ist in etwa soviel wie zusammen für die Anschaffung von Nahrungsmitteln und Getränken.
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  • Vorsteuerabzugsberechtigte KFZ

    Die aktuelle Liste der vorsteuerabzugsberechtigten Kleinlastkraftwagen, Kastenwagen, Pritschenwagen und Kleinbusse ist "hier" abrufbar.


  • Elektronische Rechnungslegung NEU
    01.01.2013

    Elektronische Rechnungen sind ab 01.01.2013 den Papier-Rechnungen gleichgestellt.
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    Dienen elektronische Rechnungen dem Vorsteuerabzug sind zu beachten:

    - Der Leistungsempfänger muss der elektronischen Rechnungslegung zustimmen.

    - Die Rechnung muss in einem elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen werden; Echtheit, Unversehrtheit und Lesbarkeit der Rechnung sind innerhalb der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist zu gewährleisten.

    - Rechnungsaussteller, Lieferung und Leistung sind zu überprüfen (innerbetriebliches Kontrollverfahren).

    - Sämtliche Formvorschriften für Papier-Rechnungen.

    Werden eRechnungen mehrmals oder in Ergänzung zu Papier-Rechnungen versendet schuldet der Aussteller die darin ausgewiesene Umsatzsteuer "mehrmals" falls diese nicht als "Duplikat" oder "Entwurf" gekennzeichnet ist.
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  • Rechnungsbestandteile
    01.01.2016

    Die Liste der Rechnungsbestandteile gem. § 11 UStG (Formvorschriften) ist "hier" abrufbar.


  • EORI-Antrag
    01.01.2010

    Unternehmen, die zollrelevante Tätigkeiten mit Drittstaaten ausführen, benötigen ab 01.01.2010 die sogenannte EORI-Nummer.
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    Die Registrierung ist auch erforderlich, wenn man sich in Zollangelegenheiten durch einen Spediteur vertreten lässt.
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    BMF EORI-Antrag

Klienteninfo:

  • Klienteninfo 04/2021
    30.08.2021


  • Klienteninfo 03/2021
    12.06.2021


  • Klienteninfo 02/2021
    12.04.2021

    Covid-19-Unterstützungsmaßnahmen (Übersicht)

    Ausfallbonus (Update)
    Kurzarbeit (Phase 4)

    Veranlagung 2020
    Investitionsprämie (Anleitung zur Abrechnung)
    Mietrecht (2021 keine Wertanpassung der Richtwerte)
    Verlängerung der Konkursantragspflicht bei Überschuldung (bis 30.06.2021)


  • Klienteninfo 01/2021
    01.02.2021

    Verlustersatz
    Ausfallbonus

    Umsatzsteuer für Reparaturdienstleistungen:
    ab 01.01.2021 - 10%

    Reform der Finanzverwaltung:
    ab 01.01.2021

    Finanzamt Österreich
    Finanzamt für Großbetriebe
    Amt für Betrugsbekämpfung
    Prüfdienst für lohnabhängige Abgaben

    NOVA Erhöhung ab 01.07.2021:
    auch für Klein-LKW

    neue Berechnung der KFZ-Steuer: 
    ab 01.10.2020 und 01.01.2021


  • Sonderklienteninfo 06/2020
    15.12.2020

    Covid-19
    Umsatzersatz
    Investitionsprämie


  • Klienteninfo 06/2020
    01.12.2020


  • Klienteninfo 05/2020
    13.10.2020

    Checkliste Steuertipps zum Jahresende 2020


  • Klienteninfo 05/2020
    13.10.2020


  • Klienteninfo 04/2020
    04.09.2020


  • Sonder-Klienteninfo 03/2020
    07.07.2020

    Konjunkturstärkungsgesetz 2020

    Zur Konjunkturbelebung auf Grund der COVID-19 Krise hat der Gesetzgeber weitere Maßnahmen getroffen: 

    Degressive Abschreibung (AfA) 

    Die degressive AfA wird zusätzlich zur bestehenden linearen AfA eingeführt und beträgt (höchstens) 30% vom (jeweiligen Rest-) Buchwert. 

    Die degressive AfA kann für Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden, die nach dem 30.06.2020 angeschafft oder hergestellt wurden; die Halbjahres-AfA ist zu beachten. Im ersten AfA-Jahr ist die Wahl, ob linear oder degressiv abgeschrieben wird, zu treffen. In späteren Jahren ist ein Wechsel von der degressiven zur linearen AfA (nicht umgekehrt) möglich.

    Die Entscheidung, ob linear oder degressiv abgeschrieben wird, kann für jedes Wirtschaftsgut gesondert getroffen werden. Die degressive AfA gilt unabhänging von der Gewinnermittlungsart für betriebliche, außerbetriebliche und Vermietungseinkünfte.

    Folgende Wirtschaftsgüter sind von der degressiven AfA ausgenommen:
    - bestimmte unkörperliche Wirtschaftsgüter
    - gebrauchte Wirtschaftsgüter
    - Gebäude
    - bestimmte Personen- und Kombinationskraftfahrzeuge
    - Anlagen mit fossilen Energieträgern

    Beschleunigte Abschreibung für Gebäude

    Für nach dem 30.06.2020 angeschaffte oder hergestellte Gebäude wurde eine beschleunigte AfA-Absetzung eingeführt.

    Im ersten AfA-Jahr beträgt die Abschreibung (höchstens) das Dreifache des jeweiligen AfA-Satzes (7,5% bei betrieblichen Gebäuden, 4,5% bei außerbetrieblichen Gebäuden). Im zweiten AfA-Jahr beträgt die Abschreibung (höchstens) das Zweifache des jeweiligen AfA-Satzes und ab dem dritten AfA-Jahr reduziert sich der AfA-Satz wie bisher auf 2,5% bzw. 1,5%.

    Die Halbjahresabschreibung kommt nicht zur Anwendung.

    Verlustrücktrag

    Für nicht ausgleichsfähige negative betriebliche Einkünfte des Veranlagungszeitraumes 2020 besteht bis EUR 5,0 Mio die Möglichkeit auf Antrag diese auf die Veranlagung 2019 und unter bestimmten Umständen auf die Veranlagung 2018 rückzutragen und mit den positiven Einkünften dieser Jahre zu verrechnen. 

    Ein befristeter Verlustrücktrag wurde auch im Bereich der Körperschaftsteuer eingeführt.

    COVID-19 Investitionsprämie

    Mit der COVID-19 Investitionsprämie werden aktivierungspflichtige materielle und immaterielle abnutzbare Wirtschaftsgüter in das Betriebsvermögen österreichischer Standorte gefördert. 

    Die COVID-19 Investitionsprämie beträgt allgemein 7%, bei Investitionen in die Bereiche Klimaschutz, Digitalisierung und Gesundheit 14%.

    Ausgenommen von der COVID-19 Investitionsprämie sind:

    - klimaschädliche Investitionen
    - unbebaute Grundstücke
    - Finanzanlagen
    - Unternehmensübernahmen
    - aktivierte Eigenleistungen 

    Der Antrag ist zwischen 01.09.2020 und 28.02.2021 einzubringen; erste Maßnahmen für diese Investitionen sind zwischen 01.08.2020 und 28.02.2021 zu setzen. Die Abwicklung erfolgt durch das AWS, die Mittel dazu sind vorerst bis zu EUR 1,0 Mrd begrenzt.

    Die COVID-19 Investitionsprämie ist steuerfrei (keine Aufwandskürzung).


  • Klienteninfo 03/2020
    23.06.2020

    Corona-Hilfsmaßnahmen
    Steuerliche Erleichterungen und Änderungen
    Homeoffice


  • Sonder-Klienteninfo 02/2020
    20.05.2020

    Richtlinie für Fixkostenzuschüsse


  • Sonder-Klienteninfo 02/2020
    20.04.2020

    Härtefall-Fonds Phase 2


  • Klienteninfo 02/2020
    14.04.2020

    Corona-Hilfsfonds
    Corona-Härtefall-Fonds
    Corona-Geschäftsraum-Mieten
    Arbeitnehmerveranlagung 2019
    Abgabe der Einkommensteuererklärung 2019 (31.08.2020)


  • Sonder-Klienteninfo 02/2020
    27.03.2020

    Härtefall-Fonds


  • Sonder-Klienteninfo 02/2020
    19.03.2020

    Richtlinien Kurzarbeit


  • Sonder-Klienteninfo 02/2020
    16.03.2020

    Corona: arbeits- und abgabenrechtliche Fragen 


  • Klienteninfo 01/2020
    01.02.2020

    Steuerliche Neuerungen ab 01.01.2020
    Geringwertige Wirtschaftsgüter (EUR 800,00)
    Begräbniskosten als a.o. Belastung (EUR 10.000,00)
    Kleinunternehmergrenze UStG (EUR 35.000,00)
    Vorsteuerabzug für E-Bikes
    Steuerfreiheit für innergemeinschaftliche Lieferungen (ZM-Pflicht)
    Aufzeichnungspflichten für Online-Plattformen


  • Klienteninfo 06/2019
    01.12.2019

    Vorschau auf das Jahr 2020
    Sozialversicherungswerte 2020
    Unterhaltsleistungen-Regelbedarfsätze 2020
    Aufzeichnungspflichten für Online-Plattformen


  • Sonder-Klienteninfo 05/2019
    13.10.2019

    Jahres-Checkliste 2019


  • Klienteninfo 05/2019
    13.10.2019


  • Klienteninfo 04/2019
    01.09.2019


  • Klienteninfo 03/2019
    17.06.2019


    E-Mobilität - Förderungen und steuerliche Anreize 
    (ab 01.01.2019)

    Für 2019 und 2020 steht das zweite E-Mobilitätspaket für Privatpersonen und Betriebe zur Verfügung


    Allgemeine Voraussetzungen:

    - online-Registrierung und Antragstellung (mit Unterlagen) binnen 24 Wochen nach Lieferung, Bezahlung und Zulassung des Fahrzeuges.

    - Weitere Voraussetzungen sind der E-Mobilitätsbonus des Importeurs, die vierjährige Behaltedauer des Fahrzeuges und der ausschließliche Strombezug aus erneuerbaren Energieträgern.


    Förderungen für Private:

    Gefördert werden E-PKW, E-Mopeds/Motorräder und E-Transporträder. Der Brutto-Listenpreis des PKW darf EUR 50.000,00 nicht überschreiten. Hybridfahrzeuge mit Dieselantrieb werden nicht gefördert. Die Bundesförderung beträgt bis zu EUR 1.500,00. Landesförderungen sind möglich.


    Förderungen für Betriebe:

    Die Förderhöhe ist ident mit jener an Privatpersonen. Der Brutto-Listenpreis darf EUR 60.000,00 nicht überschreiten.


    Steuerliche Vorteile:

    - Entfall der NOVA und motorbezogenen Versicherungssteuer

    - Vorsteuerabzug für Unternehmer

    Vorsteuerabzug für Anschaffungskosten, Leasingaufwendungen und Betriebskosten. Bei Brutto-Anschaffungskosten zwischen EUR 40.000,00 und EUR 80.000,00 erfolgt eine aliquote Korrektur der Vorsteuer über den Aufwandseigenverbrauch. Kleinunternehmer und unecht befreite Unternehmer (z.B. Ärzte) haben keinen Vorsteuerabzug.

    - Kein Sachbezug für Dienstnehmer

    Für die Privatnutzung eines E-Dienstfahrzeuges entfällt der Sachbezug.


    Familienbeihilfe und Ferienjob

    Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo


  • Klienteninfo 02/2019
    08.04.2019


    Arbeitnehmerveranlagung 2018

    Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo:


    1. Varianten der Arbeitnehmerveranlagung

    - Pflichtveranlagung
    - Aufforderung durch das Finanzamt
    - Antragsveranlagung


    2. automatische Arbeitnehmerveranlagung


    3. Ausgaben bei der Arbeitnehmerveranlagung

    - Sonderausgaben
    - Werbungskosten
    - außergewöhnliche Belastung


  • Klienteninfo 01/2019
    04.02.2019

    In dieser Klienteninfo finden sie Informationen über:


    Steuerreform 2020 quo vadis?

    Der Ministerrat präsentiert Eckpunkte der Steuerreform 2020 (01.05.2019)


    Einkommensteuer

    - Senkung der Krankenversicherungsbeiträge
    - Kleinunternehmerpauschalierung
    - Erhöhung der Grenze für Geringwertige Wirtschaftsgüter
    - Senkung des Einkommensteuertarifs
    - Zusammenlegung der Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastung
    - Neukodifizierung des Einkommensteuergesetzes


    Umsatzsteuer

    Anhebung der Kleinunternehmergrenze (EUR 35.000,00)


    Körperschaftsteuer

    Senkung des Körperschaftsteuertarifes
    Ausweitung des Gewinnfreibetrages


    BREXIT - was nun?

    Auswirkungen eines ungeregelten Austritts bei den Ertragsteuern

    Auswirkungen eines ungeregeltes Austritts bei der Umsatzsteuer (u.a.):

    - GB wird zum Drittland
    - innergemeinschaftliche Lieferungen werden zu Ausfuhrlieferungen
    - innergemeinschaftliche Erwerbe werden zu Einfuhren
    - Entfall der zusammenfassenden Meldung (ZM)
    - MOSS-Umsätze (Begünstigungen) können nicht mehr angewendet werden
    - Katalogleistungen (u.a. Beratungsleistungen) an Nichtunternehmer außerhalb der EU sind am Empfängerort steuerbar
    - für Unternehmer außerhalb der EU wäre für Österreich ein Fiskalvertreter zu bestellen


  • Klienteninfo 06/2018
    01.12.2018

    In dieser Klienteninfo finden sie Informationen über:

    - Sachbezugswerte für Dienstautos ab 2019
    - Regelbedarfssätze für Unterhaltsleistungen ab 2019
    - Familienbeihilfen 2019 (unverändert gegenüber 2018)
    - Familienbonus Plus, neu ab 01.01.2019


  • Sonder-Klienteninfo 05/2018
    15.10.2018 Jahres-Checklist 2018

    Weitere Informationen dazu finden sie in dieser Sonderinfo


  • Klienteninfo 05/2018
    15.10.2018


    Arbeitsplatznahe Dienstwohnung

    Für arbeitsplatznahe Dienstwohnungen war bis zu einer Größe von 30m² bzw. 40m² kein bzw. ein verminderter Sachbezug anzusetzen. Voraussetzung war, dass die rasche Verfügbarkeit des Dienstnehmers im besonderen Interesse des Arbeitgebers lag. Ab 01.01.2019 ist Voraussetzung, dass die arbeitsnahe Unterkunft nicht Mittelpunkt der Lebensinteressen des Dienstnehmers ist.


    Weitere Informationen finden sie hier


  • Klienteninfo 04/2018
    01.09.2018


    Neuregelung der Arbeitszeit ab 01.09.2018


    Erhöhung der Höchstgrenzen für die Arbeitszeit

    Die aktuelle Änderung des Arbeitszeitgesetzes führt grundsätzlich zu keiner Änderung der bestehenden täglichen und wöchentlichen Normalarbeitszeit (8-Stunden täglich, 40-Stunden wöchentlich). Geändert wurden die generell zulässigen Höchstarbeitszeiten (aufgrund von Überstunden) von 10 auf 12 Stunden täglich und von 50 auf 60 Stunden wöchentlich.

    Bei Vorliegen eines erhöhten Arbeitsbedarfes können wöchentlich bis zu 20 Überstunden (täglich bis zu 12 Stunden) geleistet werden. Die Leistung dieser Überstunden darf nicht permanent erfolgen.

    Innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von 17 Wochen (4 Monate) darf die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten.

    Der Dienstnehmer ist zur Leistung von Überstunden (nach Anordnung durch den Dienstgeber) verpflichtet, wenn dies in KV,  Betriebsvereinbarung oder Dienstvertrag vorgesehen ist. Überstunden ab der 10. täglich bzw. 50. wöchentlich können durch den Dienstnehmer ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.


    Ausnahmen vom Arbeitszeitrecht


    Vom Arbeitszeitrecht ausgenommen sind nunmehr Familienangehörige (nahe Angehörige) und Personen der dritten Führungsebene (maßgebliche selbständige Entscheidungsbefugnisse)


    Übertragung von Zeitguthaben und Zeitschulden (Gleitzeit)


    Bisher war es Kollektivvertragspartnern freigestellt Zeitguthaben auf die nächste Durchrechungsperiode (z.B. Kalenderjahr) zu übertragen. Künftig ist eine mehrmalige Übertragung sowie eine Übertragung von Zeitschulden möglich. 


    Weitere Informationen finden sie hier


  • Klienteninfo 03/2018
    17.06.2018

    Familienbonus Plus (ab 01.01.2019)

    Der Familienbonus Plus ist ein Absetzbetrag (wird zur Gänze von der Steuer abgezogen) und beträgt ab 01.01.2019 (bis zum 18. Lebensjahr des Kindes) EUR 1.500,00 jährlich. Nach dem 18. Geburtstag des Kindes reduziert sich der Familienbonus Plus auf EUR 500,00 (sofern dafür Familienbeihilfe bezogen wird). Im Gegenzug dazu entfallen Kinderfreibetrag und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bis zum 10. Lebensjahr.

    Der Familienbonus Plus kann wahlweise über die laufende Lohnverrechnung ausbezahlt oder erstmalig bei der Steuererklärung 2019 beantragt werden und ist zwischen den Ehepartnern je zur Hälfte teilbar.

    Der Familienbonus Plus in der gesetzlich vorgesehenen Höhe steht nur für Kinder im Inland zu. Für Kinder im EU/EWR-Raum bzw. der Schweiz wird der Familienbonus Plus indexiert (erhöht oder vermindert) und damit an das Preisniveau des Wohnsitzstaates angepasst. Für Kinder in Drittstaaten (außerhalb des EU/EWR-Raumes oder der Schweiz) gibt es keinen Familienbonus Plus.

    Ferienjobs 2018

    Um die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag nicht zu verlieren, gilt folgendes:

    Kinder bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres dürfen ganzjährig beliebig viel verdienen

    Kinder über 19 Jahre sollen ein nach dem laufenden Einkommenssteuertarif zu versteuerndes Einkommen von EUR 10.000,00 nicht überschreiten.

    Wirtschaftliches Eigentümer Registergesetz (WiEReg)

    Die Frist zur Erstmeldung an das Register der wirtschaftlichen Eigentümer war mit 01.06.2018 befristet. Das automationsunterstützte Zwangsstrafenverfahren beginnt am 16.08.2018. Erstmeldungen bis 15.08.2018 haben keine finanzstrafrechtlichen Konsequenzen.

    Laut BMF soll das Zwangsstrafenverfahren wie folgt abgewickelt werden siehe Ausführungen unter top news.)


  • Klienteninfo 02/2018
    07.04.2018

    DSGVO und WiEReG (ab 25.05.2018 bzw. 01.06.2018)

    Die Bestimmungen der DSGVO und WiEReG treten ab 25.05.2018 bzw. 01.06.2018 in Kraft. Informationen dazu finden sie unter den top-news oder in den Klienteninfos 06/2017 und 01/2018.

    Umsatzsteuer auf Beherbergungsleistungen (10% ab 01.11.2018)

    Ab 01.11.2018 reduziert sich die Umsatzsteuer auf Beherbergungsleistungen von bisher 13% (ab 01.05.2016) auf 10%.

    Arbeitnehmerveranlagung 2017

    - Pflichtveranlagung

    Jahreseinkommen über EUR 12.000,00 und andere Einkünfte über EUR 730,00, mehrere Bezüge aus nsA (Gehälter, Pensionen), etc.

    - Aufforderung durch das Finanzamt

    Bezug von Krankengeld, Berücksichtigung eines Freibetragbescheides, etc.

    - Antragsveranlagung

    Berücksichtigung von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlicher Belastung (Antragsfrist 5 Jahre).   

    - Antragslose Veranlagung (ab 2017)

    Bei Einkünften aus nsA und Veranlagungsgutschrift (bis Ablauf des zweitfolgenden Jahres).

    Welche Ausgaben können geltend gemacht werden?

    - Werbungskosten

    beruflich veranlasste Werbungskosten über Pauschale von EUR 132,00 
    (Arbeitsmittel, Fachliteratur, Ausbildungskosten, Internet, doppelte Haushaltsführung, Familienheimfahrten, Reisekosten, etc.).

    - Sonderausgaben

    Steuerberatungskosten, Renten, Spenden, Kirchenbeiträge, freiwillige
    Weiterversicherungen, Wohnraumschaffung (-sanierung).

    NEU ab 2017
    : Spenden, Kirchenbeiträge und freiwillige Weiterversicherungen sind vom Empfänger (feste örtliche Einrichtung im Inland) elektronisch an das Finanzamt zu melden. Die Beträge werden automatisch in der Steuererklärung berücksichtigt und können nur in Ausnahmefällen berichtigt werden. 

    - Außergewöhnliche Belastung

    Kinderbetreuungskosten, auswärtige Berufsausbildung, Kosten einer Behinderung, Krankheitskosten, Kuraufenthalte, Begräbniskosten, u.a.


  • Klienteninfo 01/2018
    06.02.2018

    Wirtschaftliches Eigentümer Registergesetz (WiEReG) (ab 01.06.2018)
    Informationen dazu finden sie unter den top-news oder in der Klienteninfo 01/2018.

    Vereinsrichtlinien - Wartungserlass 2017
    Der VereinsR-Wartungserlass 2017 enthält infolge gesetzlicher Änderungen umfangreiche Erweiterungen. Die für die Praxis wichtigsten Neuerungen finden sie in der Klienteninfo 01/2018.


  • Klienteninfo 06/2017
    04.12.2017


    Registrierkasse - Jahresbeleg 2017

    Seit 01.04.2017 ist die manipulationssichere Registrierkasse in Betrieb. Mit Hilfe des auf dem "Startbeleg" aufgedruckten QR-Codes wurde über die BMF-Belegcheck-App (nach Eingabe des individuellen Authentifizierungscodes) der Startbeleg geprüft. Mit Erscheinen des grünen Häkchens war die Ordnungsmäßigkeit dokumentiert.

    Zum 31.12.2017 ist nun erstmals ein Jahrersbeleg auszudrucken und bis 15.02.2018 mit dem Handy-App zu prüfen.

    Der Dezember-Monatsbeleg ist gleichzeitig der Jahresbeleg. Nach dem letzten getätigten Umsatz des Jahres (spätestens zum 31.12.2017) ist der Jahresbeleg herzustellen und 7 Jahre aufzubewahren (nicht zu vergessen ist auch die Sicherung auf einem externen Datenträger).

    Für Webservice-basierte Registrierkassen werden diese Schritte großteils automatisch durchgeführt.

    Entfall der Mietvertragsgebühr für Wohnungsmieten (ab 11.11.2017)

    Verträge über die Miete von Wohnräumen, bei denen die Gebührenschuld ab dem 11.11.2017 entsteht (z.B. Unterzeichnung durch beide Vertragsteile), sind von der Mietvertragsgebühr befreit.

    Neue Datenschutzverpflichtungen für Unternehmen (ab 25.05.2018)

    Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden Regeln der Verarbeitung personenbezogener Daten (Rechte Betroffener, Pflichten Verantwortlicher) geändert und EU-weit vereinheitlicht.

    Die neuen Bestimmungen treten mit 25.05.2018 in Kraft.

    Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle Datenanwendungen und Geschäftsprozesse an die neue Rechtslage angepasst werden. Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten verarbeitet (z.B. Rechnungen ausstellt), hat dringenden Handlungsbedarf.
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    Grundsätzlich werden durch die VO alle Verarbeitungen mit personenbezogenen Daten verboten, außer es gibt dafür eine Rechtfertigung (u.a. gesetzliche Verpflichtung, Einwilligung des Betroffenen). Jede Datenverarbeitung muss einem Rechtfertigungsgrund zugeordnet werden; die Daten dürfen nur für diese Aufgabe verwendet werden.

    Die neuen Anforderungen sind mit hohem Arbeitsaufwand und Kosten verbunden:

    - Feststellung ob man Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter der Daten ist
    - Erstellung und Führung eines Datenanwendungsverzeichnisses
    - Erweiterung der Informationspflichten gegenüber Betroffenen
    - Nominierung eines Datenschutzbeauftragten

    Der Verantwortliche bleibt dem Betroffenen gegenüber immer für die Sicherheit und den Einsatz seiner Daten verantwortlich (Vertragsvereinbarung zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter).

    Mit der DSGVO entfällt die Meldung an das bisherige Datenverarbeitungsregister (DVR-Register); jedes Unternehmen muss nunmehr selbst das Datenanwendungsverzeichnis führen. 

    Die Rechte Betroffener werden gestärkt; diese müssen beim Erstkontakt umfassend informiert werden.

    Die Bestellung eines (internen oder externen) Datenschutzbeauftragten ist u.a. dann verpflichtend, wenn Geschäftszweck die Verarbeitung personenbezogener Daten ist (z.B. Steuerberater erstellt Lohnverrechnung für Klienten). Der Datenschutzbeauftragte ist der Datenschutzbehörde zu melden.
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  • Sonderinfo 05/2017
    17.10.2017 Jahres-Checkliste 2017

    Verlustvorträge

    Körperschaften können bis zu 75% des Gesamtbetrages ihrer Einkünfte mit vortragsfähigen Verlusten verrechnen (Ausnahme u.a. Sanierungsgewinne: 100%). Bei der Einkommensteuer sind Verluste bis zu 100% verrechenbar (ab 2014).

    Gewinnfreibetrag

    Natürliche Personen können ihren (betrieblichen) steuerlichen Gewinn 2017 durch den sogenannten Gewinnfreibetrag (GFB) reduzieren. Dieser beträgt bis zu 13% des Gewinnes, maximal jedoch EUR 45.350,00 im Jahr.

    Bis zu einem Gewinnanteil von EUR 30.000,00 steht jedem Steuerpflichtigen der GFB automatisch zu (Grundfreibetrag). Ist der Gewinn höher kann zusätzlich ein (investitionsbedingter) Gewinnfreibetrag beansprucht werden. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige im Kalender- (Wirtschafts) jahr bestimmte Investitionen in ungebrauchte, abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter (nicht PKW) mit einer Nutzungsdauer von mindestens 4 Jahren tätigt. Als Investitionen kommen auch bestimmte Wertpapiere (ab 2017 wieder alle begünstigten Anleihen) in Frage.

    Scheiden Wirtschaftsgüter, für die der GFB geltend gemacht wurde, vor Ablauf der 4-jährigen Behaltefrist (Stichtagsprinzip) aus dem Betriebsvermögen aus, ist der Gewinnfreibetrag nachzuversteuern.

    Sonstiges

    - Abzinsung langfristiger Rückstellungen (3,5%)
    - Vorsteuerabzug bei der Anschaffung von Elektroautos
    - Gebäudeanteil bei Vermietung und Verpachtung (40/60; 20/80)
    - 15 Jahre für Instandsetzungsaufwendungen bei der Vermietung


  • Klienteninfo 05/2017
    17.10.2017

    Änderung der Kündigungsfristen für Arbeiter

    Ab 01.01.2021 gelten die Kündigungsfristen und -termine nach dem Angestelltengesetz grundsätzlich auch für Arbeiter. 

    Sonstiges

    Ab 01.01.2020 entfällt die Auflösungsabgabe für Dienstgeber. 
    Ab 01.07.2018 erhalten KMU`s mit bis zu 10 Arbeitnehmer (allgemein 50 AN)
    75 % des fortgezahlten Entgeltes von der AUVA zückerstattet.
    Ab sofort entfällt für Wohnräume die Mietvertragsgebühr (1%).


  • Klienteninfo 04/2017
    01.09.2017

    Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz (SV-ZG)

    Das SV-ZG ist ab 01.07.2017 in Kraft und dient der Abgrenzung von selbständigen und unselbständigen Erwerbstätigkeiten in der gesetzlichen Sozialversicherung.
    Dabei wurden drei Verfahren geschaffen:

    - GPLA mit Mitwirkung der SVA 

    bei Unklarheiten der Zuordnung im Rahmen einer GPLA-Prüfung (Subunternehmer oder Dienstnehmer) hat die GPLA ohne unnötigen Aufschub die SVA zu verständigen. Weitere Ermittlungen erfolgen gemeinsam und abgestimmt.

    - Vorabprüfung

    erfolgt bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit als neuer Selbständiger oder im Rahmen freier Gewerbe.

    - Versicherungszuordung auf Antrag

    jeder Selbständige oder Auftraggeber kann bei Vorliegen der Pflichtversicherung nach dem GSVG beantragen, dass die GKK die Erwerbstätigkeit prüft und damit die Versicherungszuordnung feststellt.



    Wirtschaftliches Eigentümer Registergesetz (ab 01.06.2018)

    Zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hat der Nationalrat Ende Juni 2017 beschlossen, in Österreich ein Register einzurichten, in das Rechtsträger ihre wirtschaftlichen Eigentümer eintragen.

    Betroffene Rechtsträger sind neben Personen- und Kapitalgesellschaften u.a. auch Privatstiftungen und Vereine die ihren Sitz im Inland haben.

    Wirtschaftliche Eigentümer sind alle natürlichen Personen in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle der Rechtsträger (die Gesellschaft) steht (über 25% der Anteile, ausreichende Stimmrechte, Kontrolle der Geschäftsführung). 

    Eigene Regelungen bestehen für Privatstiftungen. Bei diesen sind wirtschaftliche Eigentümer: der Stifter, die Begünstigten, die Mitglieder des Stiftungsvorstandes und sonstige die Stiftung kontrollierende natürliche Personen. 

    Das Gesetz tritt ab 15.01.2018 in Kraft; die wirtschaftlichen Eigentümer sind erstmals bis spätestens 01.06.2018 zu melden. Bei Nichtbeachtung drohen empfindliche Strafen.

    Aktuelle Informationen dazu finden sie in den top-news oder in der Klienteninfo 01/2018.

    Insolvenzrechtsänderungsgesetz 2017

    die wichtigsten Neuerungen bei der Privatinsolvenz sind (ab 01.11.2017):

    - die Dauer des Abschöpfungsverfahrens wird von 7 auf 5 Jahre verkürzt
    - Wegfall des erfolglosen außergerichtlichen Ausgleiches
    - zusätzliche Einleitungshindernisse: keine angemessene Erwerbstätigkeit, keine zumutbare Tätigkeit


    Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen (Bitcoins, etc)

    In der BMF-Info vom 07.08.2017 teilt das BMF seine Ansicht über die steuerliche Behandlung von virtuellen Währungen mit.

    Einkommensteuer:

    Kryptowährungen sind sonstige unkörperliche, nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter.
    Kursgewinne, bzw. -verluste durch den Handel an virtuellen Börsen sind im Rahmen der Gewinnermittlung zu erfassen (betriebliche Einkünfte).

    Eine Steuerpflicht aus Spekulationsgeschäften kann sich bei nicht zinstragenden Veranlagungen ergeben, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf nicht mehr als ein Jahr liegt (sonstige Einkünfte).

    Zinstragende Veranlagungen sind von natürlichen Personen mit dem Sondersteuersatz von 27,5% (sonst mit dem Tarif) zu versteuern (Einkünfte aus Kapitalvermögen). 


  • Klienteninfo 03/2017
    17.06.2017

    Schweizer UID-Nummer als Nachweis der Unternehmereigenschaft

    Bestimmte Dienstleistungen sind, wenn sie an Unternehmer mit Sitz außerhalb Österreichs erbracht werden, am Sitz des Leistungsempfängers steuerbar und steuerpflichtig. Als Nachweis der Unternehmereigenschaft gilt innerhalb der EU die geprüfte UID-Nummer. Der Nachweis der Unternehmereigenschaft eines ausländischen (nicht EU) Unternehmers ist meist sehr aufwendig.

    Für den Nachweis der Unternehmereigenschaft von Schweizer Unternehmern gibt es nun eine wesentliche Erleichterung: dieser kann durch die Schweizer UID-Nummer erfolgen (Schweizer UID-Register: www.uid.admin.ch).

    1.000 m2-Grenze bei der Hauptwohnsitzbefreiung

    Der VwGH hat entschieden, dass zur Hauptwohnsitzbefreiung bei der ImmoESt das Gebäude, die Grundfläche, auf der das Gebäude steht und jene Fläche, die nach der Verkehrsauffassung mit dem Gebäude eine Einheit bildet, gehören. Die Grundfläche, die über einen üblichen Bauplatz hinausgeht, ist nicht von der Hauptwohnsitzbefreiung erfasst (Verwaltungspraxis: 1.000m2).


  • Klienteninfo 02/2017
    07.04.2017

    Die Arbeitnehmerveranlagung

    Grundsätzlich bestehen drei  Möglichkeiten zur Arbeitnehmerveranlagung:

    Pflichtveranlagung:

    Lohnsteuerpflichtige Dienstnehmer sind zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen mehr als EUR 12.000,00 beträgt und nicht endbesteuerte Einkünfte (Kapitalvermögen, private Grundstücksverkäufe) von mehr als EUR 730,00 vorliegen. Gleiches gilt für den Bezug mehrerer Gehälter/Pensionen, die beim Lohnsteuerabzug nicht gemeinsam versteuert wurden.

    Aufforderung durch das Finanzamt:

    Dies kommt zum Beispiel bei Bezug von Krankengeld oder bei Berücksichtigung eines Freibetragsbescheides bei der laufenden Lohnsteuerberechnung in Betracht.

    Antragsveranlagung:

    Für die Antragsveranlagung haben sie grundsätzlich fünf Jahre Zeit. Sollte wider Erwarten statt der erhofften Gutschrift eine Nachzahlung herauskommen, kann der Antrag binnen eines Monats zurückgezogen werden.

    Neu ab 2016: Die antragslose Veranlagung:

    Eine automatische Arbeitnehmerveranlagung wird durchgeführt wenn:

    - der Gesamtbetrag der Einkünfte ausschließlich aus lohnsteuerpflichtigen Einkünften besteht
    - die Veranlagung eine Gutschrift ergibt
    - aufgrund der Aktenlage vermutlich keine Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen etc. geltend gemacht werden.

    Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, und wird bis zum Ablauf des zweitfolgenden Jahres (erstmalig bis 31.12.2018) keine Steuererklärung abgegeben, wird jedenfalls eine antragslose Arbeitnehmerveranlagung durchgeführt, wenn sich aus der Aktenlage eine Gutschrift ergibt (u.a. durch die automatische Übermittlung von Sonderausgaben ab 2017).


  • Klienteninfo 01/2017
    06.02.2017

    Digitale Signatur bei Registrierkassen

    Ab 01.04.2017 besteht die gesetzliche Verpflichtung Registrierkassen mit einer technischen Sicherheitseinrichtung gegen Manipulationen zu schützen.

    Die detaillierte Vorgangsweise zur Inbetriebnahme der jeweiligen Sicherheitseinrichtung und der damit verbundenen Registrierung über Finanz-Online hat das BMF in einem übersichtlichen Folder dargestellt

    BMF-Folder zur Sicherheitseinrichtung in Registrierkassen.

    Wird diese gesetzliche Pflicht vorsätzlichen nicht beachtet liegt eine Finanzordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldstrafe von bis zu EUR 5.000,00 bedroht ist.

    Laut Information des BMF liegt eine vorsätzliche Nichtbeachtung dieser Pflicht nicht vor, wenn der Unternehmer nachweist bzw. glaubhaft macht, dass er die Beschaffung und/oder Umrüstung der Registrierkasse (gemäß RKSV) bei einem Kassenhersteller oder Kassenhändler bis Mitte März 2017 beauftragt hat, sodass die Säumnis nicht in seiner Sphäre liegt.

    Ausweitung der Kleinunternehmerbefreiung in der Umsatzsteuer

    Die Kleinunternehmerbefreiung in der Umsatzsteuer kann in Anspruch genommen werden, wenn der Umsatz nicht mehr als EUR 30.000,00 netto im Jahr beträgt. 

    Ab 01.01.2017 (AÄG 2016) werden zur Beurteilung dieser Umsatzgrenze von EUR 30.000,00 nicht mehr alle Umsätze des Unternehmers miteinbezogen. Unecht befreite Umsätze sind ab 01.01.2017 nicht mehr miteinzubeziehen. 

    Die bedeutet, dass z.B. Ärzte (und andere) sonstige steuerpflichtige Umsätze (z.B. nichtmedizinische Gutachten, Verkauf von Kosmetika, Vermietung)  bis zur Kleinunternehmergrenze als unecht befreite Umsätze nicht versteuern müssen.

    Steuerbefreiung für Aushilfskräfte (befristet für 2017 - 2019)

    Ab 01.01.2017 können Einkünfte für Aushilfskräfte steuerfrei ausbezahlt werden; für den Dienstgeber entfallen die Lohnnebenkosten, wenn:

    - es sich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis handelt,
    - die Aushilfskraft nicht in einem Dienstverhältnis zum Dienstgeber steht,
    - die Aushilfskraft eine andere vollversicherungspflichtige Tätigkeit ausübt,
    - die Beschäftigung der Aushilfskraft zur Abdeckung eines temporär zusätzlichen Arbeitsanfalls zu Spitzenzeiten dient.

    Investitionszuwachsprämie für Klein- und Mittelbetriebe
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    Zur Stärkung privater Investitionen von KMUs wird ab 2017 (vom Gesetzgeber noch nicht beschlossen) eine Investitionszuwachsprämie eingeführt.

    Eckpunkte sind:

    KMUs sind physische und juristische Personen und sonstige Gesellschaften des Handelsrechtes die ein gewerbliches Unternehmen betreiben. Kleinunternehmen sind Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiter und einem Umsatz von bis zu EUR 10 Mio.

    Mittlere Unternehmen sind darüber hinaus Unternehmen bis 250 Mitarbeiter und einem Umsatz von bis zu EUR 50 Mio (oder einer Bilanzsumme von bis zu EUR 43 Mio).

    Das den Antrag stellende Unternehmen muss bereits 3 Jahresabschlüsse mit jeweils einem Zeitraum von 12 Monaten vorweisen.

    Gefördert wird der Zuwachs bestimmter aktivierungspflichtiger Neuinvestitionen (bei Kleinunternehmen von zumindest EUR 50.000,00, bei mittleren Unternehmen von zumindest EUR 100.000,00) in abnutzbare Anlagegüter und dem Standort in Österreich.

    Die Förderung beträgt für Kleinunternehmen 15% des Investitionszuwachses (EUR 50.000,00 bis EUR 450.000,00) und für mittlere Unternehmen 10% des Investitionszuwachses (EUR 100.000,00 bis EUR 750.000,00).

    Abgewickelt wird die Förderung über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) oder die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (ÖHT). Der Förderantrag muss vor Durchführung des Projektes gestellt werden. Ihr Steuerberater unterstützt sie dabei.
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  • Klienteninfo 06/2016
    04.12.2016

    Was ändert sich in 2017

    Die Registrierkasse - eine unendliche Geschichte:

    Ab 01.04.2017 muss jede Registrierkasse mit einer technischen Sicherheitseinrichtung zum Schutz vor Manipulation ausgestattet sein. Der aktive Manipulationsschutz ist am Beleg als QR-Code erkennbar.

    Was ist zu tun:

    1. Signaturkarten (u.a. Micro-Chips) (und Kartenlesegerät) sind beim Vertrauensdienstanbieter (A-Trust, etc.) zu beziehen (umgehend veranlassen!).

    2. Mittels Softwareupdate erfolgt die Initialisierung der Registrierkasse (Herstellung der Verbindung zwischen Registrierkasse und Signaturkarte) zur Herstellung der Manipulationssicherheit.

    3. Unmittelbar nach der Initialisierung ist durch die Registrierkasse der Startbeleg zu erstellen, dieser auszudrucken und 7 Jahre aufzubewahren.

    4. Signaturkarte und Registrierkasse sind über Finanz-Online zu registrieren (dialoggeführte Eingabemaske). Die Registrierung übernimmt gerne ihr Steuerberater.
    Folgende Daten sind bereitzuhalten:

    - Art der Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit
    - Seriennummer der Signatur- bzw. Siegelerstellungseinheit
    - Name des Vertrauensdienstanbieters
    - Kassenidentifikationsnummer der Registrierkasse
    - AES-Schlüssel der Registrierkasse.

    5. Prüfung des Startbeleges mittels BMF Belegcheck-App oder Kassensoftware. Mit der Überprüfung des Startbelegs wird sichergestellt, dass die Inbetriebnahme der Sicherheitseinrichtung ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

    Weitere Hinweise für den laufenden Betrieb der manipulationssicheren Registrierkasse:

    - (Monats- und) Jahresbelege sind am (Monats- bzw.) Jahresende elektronisch zu erstellen, zu signieren, auszudrucken, mittels BMF Belegcheck-App (oder Kassensoftware) zu überprüfen und 7 Jahre aufzubewahren.

    - Das Datenerfassungsprotokoll der Registrierkasse ist jedenfalls quartalsweise (besser: öfter) auf einen externen Datenträger unveränderbar zu speichern und 7 Jahre aufzubewahren.

    - Bei Ausfall oder Verlust der Registrierkasse sind die Geschäftsvorfälle auf einer anderen Registrierkasse zu erfassen oder für alle anfallenden Geschäftsvorfälle danach händische Belege zu erstellen, die in der Registrierkasse nach erfasst werden.

    - Dauert der Ausfall der Registrierkasse länger als 48 Stunden, müssen Beginn und Ende des Ausfalls oder die gänzliche Außerbetriebnahme der Registrierkasse binnen einer Woche über FinanzOnline gemeldet werden. 

    Weitere Ausführungen zur Registrierkassenpflicht finden sie unter den "publikationen" in der "box" unseres "infocenters".

    Automatisierte Übermittlung bestimmter Sonderausgaben:

    Ab 2017 können bestimmte Sonderausgaben (Spenden, freiwillige Weiterversicherung, Nachkauf von Versicherungszeiten) nicht mehr über die Steuererklärung beantragt werden, sondern werden bei der Veranlagung dann berücksichtigt, wenn die jeweilige Organisation die Daten an das Finanzamt über FinanzOnline meldet.

    Damit diese Sonderausgaben berücksichtigt werden können, müssen ab 2017 bei der Zahlung Vor- und Zuname und das Geburtsdatum angegeben werden.

    Investitionszuwachsprämie 2017:

    Für neu angeschaffte, aktivierungspflichtige Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens (nicht: PKW, Grundstücke) der Jahre 2017 und 2018 gibt es eine Investitionszuwachsprämie im Ausmaß von 15% (bis 49 Mitarbeiter) bzw. 10% (50 bis 250 Mitarbeiter).

    Senkung des Dienstgeberbeitrages von 4,5% auf 4,1%:

    Der DB wird mit 01.01.2017 von 4,5% auf 4,1% gesenkt. Eine weitere Senkung auf 3,9% erfolgt ab 01.01.2018.

    Steuerabkommen mit der Schweiz und Liechtenstein:

    Das Steuerabkommen mit der Schweiz soll aufgehoben werden. Daher werden ab 2017 die Schweizer Banken keine Abgeltungssteuer mehr einheben, sondern ausschließlich die Kapitaleinkünfte den österreichischen Steuerbehörden melden.

    Damit entfällt für österreichische Anleger in der Schweiz ab 2017 die Anonymität. Gleiches soll für Privatanleger in Liechtenstein gelten.


  • Sonderinfo 05/2016
    17.10.2016 Jahres-Checkliste 2016

    Steuertipps zum Jahresende 2016
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    Steuertipps für Unternehmer:

    Folgende Steuertipps finden sie in der Klienteninformation 05/2016:
    Investitionen/Instandhaltungen, Disposition über Einnahmen/Erträge und Ausgaben/Aufwendungen, optimale Verlustverwertung, Rückstellungen, Energieabgabenvergütung 2011 und Folgejahre, und sonstige.

    Gewinnfreibetrag 2016


    Wie in den Vorjahren haben natürliche Personen die Möglichkeit ihren steuerlichen Gewinn 2016 pauschal bzw. durch Investitionen zu reduzieren. Der GFB beträgt bis zu 13% des Gewinns, maximal EUR 45.350,00 im Jahr.

    Für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag 2016 (ab EUR 30.000,00 Gewinn) sind in 2016 Anschaffungen in ungebrauchte, abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter (nicht PKW) mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren erforderlich.

    Neben den vorhin erwähnten Sachanlagen können auch Wohnbauanleihen (keine anderen Wertpapiere) zur Deckung des GFB herangezogen werden. Auf die Restlaufzeit der längerfristigen Wohnbauanleihen von 4 Jahren ist zu achten.
    Bei einer Betriebsausgabenpauschalierung steht nur der Grundfreibetrag zur Verfügung.  

    Weitere Steuertipps für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und alle Steuerpflichtigen finden sie in der Klienteninformation 05/2016.
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  • Klienteninfo 04/2016
    06.09.2016

    Aktuelles zur Registrierkassenpflicht

    Erleichterungen zur Losungsermittlung
    :

    Die Begünstigung für Umsätze im Freien (Kalte-Hände-Regelung) wird für den Betrieb von Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten ausgedehnt und gilt mit Einschränkungen auch für Buschenschänken (14-Tagesfrist) und "kleine" Kantinen begünstigter Vereine (52-Tagesregelung).

    (Nur) für diese Betriebe ist die Losungsermittlung durch Kassasturz (Rückrechnung aus dem ausgezählten End- und Anfangsbestand) ohne Verwendung einer Registrierkasse möglich. Voraussetzung ist, dass der Jahresumsatz aus der angeführten Tätigkeit (losgelöst vom Gesamtumsatz des Betriebes) EUR 30.000,00 (netto) nicht übersteigt. 

    Die Ermittlung des Kassenanfangs- und Kassenendbestandes sowie der Tageslosung durch Rückrechnung (Kassasturz) muss nachvollziehbar und entsprechend dokumentiert werden.

    Werden Einzelaufzeichnungen geführt die eine Losungsermittlung ermöglichen, ist eine Ermittlung der Tageslosung durch Kassasturz nicht möglich. 

    Manipulationsschutz und Sicherheitseinrichtung
    :

    Elektronische Aufzeichnungssysteme sind ab 01.04.2017 durch eine technische Sicherheitseinrichtung (elektronische Signatur) gegen Manipulation zu schützen. 

    Gemeinnützige Vereine
    :

    Feste von Vereinen und Körperschaften öffentlichen Rechts (kleine Vereinsfeste) sind im Ausmaß von bis zu 72 Jahresstunden (bisher: 48 Jahresstunden) steuerlich begünstigt (keine Registrierkassenpflicht, jedoch Kassasturz).

    Die Zusammenarbeit von Gastronomie und gemeinnützigen Vereinen ist bei kleinen Vereinsfesten ohne Verlust der steuerlichen Begünstigung (Gemeinnützigkeit) möglich (gilt auch für die unentgeltliche Mitarbeit vereinsfremder Personen).

    Aktuelle Ausführungen zur Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht ab 01.01.2016 finden sie unter den "publikationen" in der "box" unseres infocenters.

    Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz 2016 (LSD-BG 2016)

    Im LSD-BG 2016 (gilt ab 01.01.2017) wurden bisherige Bestimmungen neu strukturiert und weitere hinzugefügt:

    - Neue Ausnahmeregelungen gelten für den Personaleinsatz im Konzern, für die Tätigkeit als mobiler Arbeitnehmer, etc.

    - Der inländische Auftraggeber (soweit Unternehmer) haftet für den Anspruch auf Mindestentgelt gegenüber Arbeitgebern mit Sitz in Drittstaaten.

    - Die Auftraggeberhaftung im Baubereich gilt künftig auch für Privatpersonen und besteht auch gegenüber Arbeitnehmern von Arbeitgebern im Gemeinschaftsgebiet. Die Haftung des Generalunternehmers wird (bei gesetz- oder vertragswidriger Beschäftigung) auf Entgeltansprüche von durch Subunternehmer eingesetzte Arbeitnehmer ausgedehnt.

    - Bei einem grenzüberschreitenden Arbeitseinsatz im Inland hat der ausländische Arbeitgeber (EU EWR Schweiz) erweiterte Meldepflichten. 

    Verlustverwertung beschränkt haftender Mitunternehmer (§ 23a EStG) 

    Durch das Steuerreformgesetz 2015/2016 wurden für ab 2016 beginnende Wirtschaftsjahre die Verlustverwertungsmöglichkeiten beschränkt haftender Mitunternehmer (wieder) eingeschränkt. Demnach können derartige Verluste nur noch bis zur Höhe des steuerlichen Kapitalkontos mit anderen Einkünften ausgeglichen oder vorgetragen werden. Übersteigende Verluste sind nicht verloren, sie werden auf eine sogenannte "Wartetaste" gelegt und sind unter bestimmten Voraussetzungen später verwertbar.

    Rechtsansichten der Finanzverwaltung zu diesem Thema sind in der BMF-Information zu § 23a EStG vom 07.07.2016 zusammengefasst. 


  • Klienteninfo 03/2016
    08.06.2016

    Sommerzeit: Ferialpraktikanten, Volontäre, Ferialarbeitnehmer

    siehe auch Ausführungen unter info auf unserer Homepage.


    Änderung bei Grundstücken
    (ab 01.01.2016)

    Abschreibung:

    Bei betrieblich genutzten Betriebsgebäuden ändert sich ab 2016 (beginnende Wirtschaftsjahre) - ohne Nachweis der Nutzungsdauer - der Abschreibungssatz auf (bis) 2,5% (bisher: 2,0%, 2,5%, 3,0%). Wird das Gebäude Wohnzwecken überlassen, kommt sowohl im betrieblichen Bereich als auch bei der reinen Vermietung ein Abschreibungssatz von 1,5% zur Anwendung. Bei einer gemischt genutzten Vermietung im betrieblichen Bereich sind die Gebäudeteile für die AfA-Bemessung im Verhältnis der Nutzflächen aufzuteilen (gilt ab einer Vermietung für Wohnzwecke von 10%).

    Der neue Abschreibungssatz ist ausgehend von den ursprünglichen Anschaffungskosten zu berechnen.

    Grundanteil:

    Ab 01.01.2016 ist im außerbetrieblichen Bereich (Vermietung) der nicht AfA-fähige Grundanteil mit 40% (bisher 20%) der Anschaffungskosten anzusetzen. Für unterschiedliche örtliche und bauliche Verhältnisse wurden im Verordnungswege (ohne Nachweis) abweichende Regelungen getroffen (Grundanteilsverordnung 2016):

    - 20% Grundanteil (80% Gebäudeanteil)
    bei Gemeinden mit weniger als 100.000 EW und einem m2-Preis für baureifes Land von weniger als EUR 400,00.

    - 30% Grundanteil (70% Gebäudeanteil)
    bei Gemeinden mit mindestens 100.000 EW oder einem m2-Preis für baureifes Land ab EUR 400,00 und mehr als 10 Wohn- und Geschäftseinheiten.

    - 40% Grundanteil (60% Gebäudeanteil)
    bei Gemeinden mit mindestens 100.000 EW oder einem m2-Preis für baureifes Land ab EUR 400,00 und bis zu 10 Wohn- und Geschäftseinheiten.

    Für zum 01.01.2016 vermietete Grundstücke ist auf die Verhältnisse zum 01.01.2016 abzustellen. Weichen die tatsächlichen Verhältnisse erheblich (ab 50%) von den pauschalen Werten ab, ist der Grundanteil nicht nach der VO zu ermitteln. Der Grundwert kann auch durch ein Sachverständigengutachten festgestellt und damit glaubhaft gemacht werden.

    Instandsetzungs- und Instandhaltungsaufwendungen:

    Die Verteilungszeiträume werden ab 2016 von 10 auf 15 Jahre verlängert; dies gilt auch für laufende Zehntelabsetzungen (nicht für freiwillige Zehntelabsetzungen).

    Inflationsabschlag:

    Bei der Veräußerung von Grund und Boden darf ab 01.01.2016 kein Inflationsabschlag mehr berücksichtigt werden.

    Handwerkerbonus
    (ab 01.07.2016)
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    Der Handwerkerbonus, der bereits 2014 und 2015 gewährt wurde, erfährt eine Neuauflage. 

    Privatpersonen (Eigentümer und Mieter) können ab 01.07.2016 von gewerbeberechtigten Handwerkern erbrachten Leistungen im eigenen Wohnbereich und Inland eine Förderung in Höhe von 20% (Mehrwertsteuer) beantragen. Der Antrag kann ab 01.07.2016 bei Bausparkassen eingereicht werden; die maximal förderbaren Kosten betragen netto EUR 3.000,00 im Jahr.
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  • Klienteninfo 02/2016
    05.04.2016

    Arbeitnehmerveranlagung

    Der Gesetzgeber sieht drei Möglichkeiten der Arbeitnehmerveranlagung vor:

    Pflichtveranlagung:

    gilt für lohnsteuerpflichtige Dienstnehmer mit einem Jahreseinkommen über EUR 12.000,00 und beispielsweise bei Nebeneinkünften (Werkvertrag, Vermietungseinkünfte, etc.) von mehr als EUR 730,00 jährlich, bei gleichzeitigem Bezug mehrerer Löhne/Gehälter/Pensionen, bei Einkünften aus privaten Grundstücksverkäufen ohne ImmoESt Abfuhr, usw.

    Antragsveranlagung:

    gilt u.a. bei schwankenden Bezügen, Verdienstunterbrechungen (Ferialpraxis, Karenz, etc.) oder (bisher) nicht geltend gemachten Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen. Die Antragsveranlagung kann innerhalb einer Frist von 5 Jahren nach Ablauf eines Kalenderjahres begehrt werden.

    Aufforderung durch das Finanzamt:

    in bestimmten Fällen (Bezug von Krankengeld, Bezüge aus der Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse, Bezüge aus Dienstleistungschecks etc.) kommt das Finanzamt auf sie zu und werden aufgefordert eine Steuererklärung abzugeben.

    Frist zur Einreichung der Steuererklärungen

    Die Frist zur Einreichung der Steuererklärungen für das abgelaufene Kalenderjahr endet allgemein am 30.04. des laufenden Jahres. Werden Steuererklärungen online eingereicht, verlängert sich diese Frist bis 30.06. 

    Steuerpflichtige, die durch einen Steuerberater vertreten werden, haben innerhalb bestimmter Fristen des Steuerberaters grundsätzlich die Möglichkeit ihre Steuererklärungen erst am 31.03. bzw. 30.04. des zweiten Folgejahres abzugeben. Allerdings ist dabei zu beachten, dass für Nachzahlungen bzw. Gutschriften daraus ab 01.10. Zinsen zu bezahlen sind bzw. gutgeschrieben werden.

    In den meisten Fällen der Arbeitnehmerveranlagung gilt eine Fristverlängerung bis 30.09. In jedem Fall kann eine Einzelfristverlängerung (schriftlich und begründet), auch wiederholt, begehrt werden.

    Registrierkassenpflicht
    (ab 01.05.2016)
    »
    Der Verfassungsgerichtshof hat die Registrierkassenpflicht ab 01.01.2016 grundsätzlich bestätigt, ist allerdings der Auffassung, dass der Beurteilungszeitraum dafür ab 01.01.2016 beginnt und nicht, wie von der Finanzverwaltung gewollt, in das Jahr 2015 zurückverlegt wird. Der früheste Termin der Registrierkassenpflicht ist demnach der 01.05.2016 und nicht der 01.01.2016.
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    Beherbergung mit 13% Umsatzsteuer
    (ab 01.05.2016)

    Für die Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen (einschließlich bestimmter Zusatzleistungen) sowie für die Vermietung von Grundstücken zu Campingzwecken gilt ab 01.05.2016 der Steuersatz von 13% (bisher 10%). Die Neuregelung gilt nicht für die Vermietung zu Wohnzwecken. Hier bleibt der Steuersatz weiterhin unverändert mit 10%.

    Bei der Aufteilung der Steuersätze in 10% und 13% ist wie folgt vorzugehen:

    1. Einzelverkaufspreise (brutto)
    2. Kostenaufteilung (Kalkulation)
    3. Pauschalaufteilung (UStRL)

    BMF Grundstückswert-Rechner

    Das BMF hat auf seiner Homepage ein Berechnungsprogramm zur Berechnung des Grundstückswertes nach dem Pauschalwertmodell der Grundstückwertverordnung online geschaltet.

    BMF Grundstückswert-Rechner


  • Sonderinfo 01/2016 (Steuerreform 2015/2016)
    22.02.2016

    Elektronische Zahlung an das Finanzamt
    (ab 01.04.2016)


    Ab 01.04.2016 sind Zahlungen an das Finanzamt elektronisch durchzuführen, wenn dies dem Abgabepflichtigen zumutbar ist.

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    Nähere Regelungen dazu beinhaltet die Verordnung des BMF vom 16.02.2016:

    - die neue Bestimmung gilt für alle Zahlungen ab 01.04.2016, 
    - die elektronische Überweisung ist dem Steuerpflichtigen zumutbar, wenn dieser über einen Internetanschluss verfügt und ein Elektronic-Banking-System seiner Bank verwendet.

    Formen der elektronischen Zahlung an das Finanzamt:

    - Elektronic-Banking-System der Bank: Funktion "Finanzamtszahlung",
    - Finanz-Online: "Meldung zur Zahlung von Selbstbemessungsabgaben"
    und "Elektronische Zahlung im Finanz-Online" (eps-Verfahren).

    Fazit:
    Wenn sie einen Internetanschluss haben ("und diesen auch von der Steuer absetzen") aber bisher kein Elektronik-Banking-System verwenden, können sie ihre Steuern und Abgaben weiterhin mit der herkömmlichen Zahlungsanweisung zahlen.

    Ab 01.04.2016 versendet das Finanzamt grundsätzlich keine Zahlungsanweisungen, da Zahlungen ab diesem Stichtag elektronisch erfolgen sollten. Auch Vierteljahresbenachrichtigungen und Buchungsmitteilungen werden FON-Teilnehmern nunmehr elektronisch (ohne Zahlungsanweisungen) zugestellt. 

    Sollten Sie keine Möglichkeit der Nutzung eines Elektronik-Banking-Systems für ihre Steuerzahlung haben, können sie mit einem formlosen Schreiben (auch: Telefon, Fax) beim zuständigen Finanzamt die erneute Zusendung von Zahlungsanweisungen und damit die weitere Bezahlung der Steuern mittels Zahlungsanweisungen beantragen ("opting out").

    Zwischen Feber und Juli 2016 werden alle Banken bei der Überweisung auf ein Konto des Finanzamtes die "Finanzamtszahlung" (eigenes Verfahren) umsetzen. Bei dieser Zahlung ist die Angabe der Abgabenkontonummer (Finanzamt- und Steuernummer) verpflichtend.
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  • Klienteninfo 01/2016
    02.02.2016

    Neu ab 2016
    Zuschreibung bei Anlagegütern
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    Werden Anlagegüter in der Bilanz aufgewertet (UGB), erhöhen die Zuschreibungen den steuerlichen Gewinn des laufenden Jahres. Um keine sofortige Steuerbelastung auszulösen, können Zuschreibungen für vorhergehende Wirtschaftsjahre auf Antrag einer Zuschreibungsrücklage zugeführt werden. Die Zuschreibungsrücklage ist mit Teilwert- und laufenden Abschreibungen anteilig, bei Ausscheiden mit dem Restwert steuerwirksam aufzulösen. 
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    Zurechnung höchst-persönlicher Einkünfte
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    Ab 01.01.2016 sind Einkünfte aus der Tätigkeit als organschaftlicher Vertreter einer Körperschaft (z.B. Geschäftsführer einer GmbH) sowie Tätigkeiten aus höchstpersönlichen Leistungen (z.B. Künstler, Sportler, Vortragender) der leistungserbringenden natürlichen Person direkt und nicht der Körperschaft zuzurechen. 
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    Verbot von Barzahlungen für Arbeitslöhne in der Bauwirtschaft
    »
    Arbeitslöhne für Bauleistungen dürfen an Arbeitnehmer nicht mehr bar ausbezahlt werden, bzw. dürfen von diesen nicht entgegengenommen werden. Werden dennoch Entgelte für Bauleistungen bar ausbezahlt, sind diese, soweit sie über EUR 500,00 liegen, steuerlich nicht absetzbar.
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    Neuerungen im Finanzstrafgesetz
    »
    Bisher konnte eine Finanzstrafe bei Vorliegen einer fahrlässigen Abgabenverkürzung verhängt werden. Dieser Tatbestand wurde nunmehr auf grob fahrlässige Abgabenverkürzungen (ungewöhnlich und auffallend sorgfaltswidrig) eingeschränkt (gilt auch für einen unentschuldbaren Irrtum). Die grob fahrlässige Abgabenverkürzung wird mit einer Geldstrafe bis zum Einfachen des maßgeblichen Verkürzungsbetrages bestraft.

    Der Tatbestand des Abgabenbetruges wurde um programmunterstützte Datenänderungen elektronischer Aufzeichnungssysteme (Registrierkassen) - bei gerichtlicher Zuständigkeit - erweitert. Wer vorsätzlich derartige Datenänderungen vornimmt, wird, wenn keine Gerichtszuständigkeit gegeben ist, mit einer Geldstrafe bis zu EUR 25.000,00 geahndet.

    Wer die Pflicht zur Errichtung einer technischen Sicherheitseinrichtung, die Belegerteilungs- und/oder Registrierkassenpflicht verletzt, wird mit einer Geldstrafe von je bis zu EUR 5.000,00 geahndet (vorsätzliche Finanzordungswidrigkeit).
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    Neuerungen bei der Grunderwerbsteuer
    »
    Siehe Ausführungen unter Klienteninfo 06/2015.
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    Kontenregister und Kapitalflussmeldung
    »
    Siehe Ausführungen unter "info".
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  • Klienteninfo 06/2015
    01.12.2015

    Die unentgeltliche Grundstücksübertragung

    Das Steuerreformgesetz 2015 sieht ab 01.01.2016 bei einer unentgeltlichen Übertragung von Grundstücken (Gebäuden) eine Änderung der Berechnung für die Grunderwerbsteuer vor. Der bisher geltende dreifache Einheitswert (maximal 30% des Verkehrswertes) als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer entfällt und wird durch den neu definierten Grundstückswert als Bemessungsgrundlage ersetzt.

    Die Grunderwerbsteuer NEU ist gestaffelt, beträgt 0,5% für die ersten EUR 250.000,00, 2,0% für die nächsten EUR 150.000,00 und 3,5% ab EUR 400.000,00; sie ersetzt den bisher einheitlichen Steuersatz von 3,5% (2% im engen Familienverband).
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    Die neue Regelung gilt für alle unentgeltlichen Übertragungen (nicht nur für unentgeltliche Übertragungen im engen Familienverband). Unentgeltliche Übertragungen zwischen denselben Personen innerhalb von fünf Jahren werden zusammengerechnet.

    Werden mit der unentgeltlichen Übertragung Schulden (Belastungen) übernommen ist der Vorgang unentgeltlich, wenn diese bis zu 30% des Grundstückswertes betragen. Betragen die Schulden (Belastungen) mindestens 70% des Grundstückswertes liegt ein entgeltlicher Vorgang vor; in diesem Fall wird die Grunderwerbsteuer mit 3,5% der übernommenen Belastungen festgesetzt. Liegen die Schulden (Belastungen) dazwischen ist der Vorgang teils entgeltlich, teils unentgeltlich.

    Erwerbe von Todes wegen und Schenkungen im engen Familienverband werden immer als unentgeltlich behandelt, auch wenn Schulden übernommen werden.

    Bei einer unentgeltlichen Betriebsübertragung erhöht sich der Freibetrag für Betriebsgrundstücke von EUR 365.000,00 auf EUR 900.000,00 und beträgt maximal 0,5% des Grundstückswertes.

    Bei Umgründungen und Anteilsvereinigungen beträgt die Grunderwerbsteuer 0,5% des Grundstückswertes. 

    Bei einer unentgeltlichen Übertragung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken erfolgt keine Änderung der bisherigen Rechtslage. Der einfache Einheitswert bleibt im Familienverband weiterhin Bemessungsgrundlage für die 2%-ige Grunderwerbsteuer.

    Zur Ermittlung des Grundstückswertes sieht die Grundstückswertverordnung 2016 (GrWV 2016) drei Möglichkeiten vor:

    Pauschale Sachwertermittlung

    Die Ermittlung des Sachwertes erfolgt getrennt nach Grundstückswert und Gebäudewert. Die Werte werden zusammengerechnet.

    Ausgangsbasis für die Ermittlung des Grundstückswertes ist der dreifache Bodenwert des aktuellen Einheitswertes der mit einem gemeindespezifischen Faktor  (regionaler Wertentwicklungsfaktor: z.B. Völkermarkt 2,5) hochgerechnet wird. 

    Der Gebäudewert errechnet sich aus der Nutzfläche multipliziert mit dem Baukostenfaktor (BKF) und vermindert sich um die Nutzungs- (Abschlag vom Baukostenfaktor) und Altersminderung.

    Die Baukostenfaktoren werden je m2 und Bundesland für 2011 im Verordnungswege (GrWV 2016) festgelegt und sind mit dem Baukostenindex des jeweiligen Jahres hochzurechnen (für Kärnten beträgt der Baukostenfaktor 2014: 1.380). Die aufgewerteten Baukosten werden im Anschluss um einen Bebauungsabschlag (30%) reduziert.

    Die sich aus dieser Berechnung ergebenden fiktiven Neuherstellungskosten eines Gebäudes werden nach Nutzungsart gemindert (entfällt bei Wohngebäuden) und um einen Altersabschlag (35% ab dem 20., 70% ab dem 40. Jahr nach Fertigstellung) reduziert.

    BMF Grundstückswert-Rechner

    Wertermittlung anhand des Immobilienpreisspiegels

    Für die Wertermittlung 2016 ist zwingend der Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer Österreich heranzuziehen. Der Grundstückswert beträgt 71,25% des Wertes. Ab 2017 ist der zuletzt von der Statistik Österreich veröffentlichte Immobilienpreisspiegel zu verwenden. Auch hier wird der Grundstückswert mit 71,25% des ermittelten Wertes berechnet.

    Wertermittlung durch Verkehrswertgutachten eines Immobiliensachverständigen

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    Umsatzsteuer: wichtige Neuerungen ab 01.01.2016
    Umsatzsteuer: 13 %


  • Sonderinfo 05/2015 (Jahres-Checklist 2015)
    23.10.2015

    Steuertipps zum Jahresende 2015

    Steueroptimale Verlustverwertung

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    Vortragsfähige Verluste können bei Körperschaften mit 75% des Gesamtbetrages der Einkünfte verrechnet werden; vortragsfähige Verluste Einkommensteuerpflichtiger sind ab der Veranlagung 2014 zu 100% verrechenbar.

    Kapitalisierte Mitunternehmer können ausgleichsfähige Verluste in 2015 letztmalig zur Gänze berücksichtigen.

    Verluste aus Personengesellschaften sind ab 2016 grundsätzlich nur mehr bis zur Höhe der geleisteten Einlage absetzbar. Nicht ausgleichsfähige Verluste können mit künftigen Gewinnen verrechnet werden (Wartetastenverluste).
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    Gewinnfreibetrag
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    Natürliche Personen können in 2015 einen Gewinnfreibetrag in Höhe von 13% des Gewinnes (maximal EUR 45.350,00) geltend machen.

    Bis zu einem Jahresgewinn von EUR 30.000,00 steht der GFB jedem Steuerpflichtigen mit betrieblichen Einkünften automatisch zu (Grundfreibetrag: EUR 3.900,00). Darüber hinaus muss zur Inanspruchnahme des GFB in neue abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter bzw. in Wohnbauanleihen investiert werden (Nutzungsdauer bzw. Restlaufzeit mindestens 4 Jahre).
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    Langfristige Rückstellungen
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    Für ab 30.06.2014 beginnende Wirtschaftsjahre sind langfristige (>1 Jahr) Rückstellungen (für Verbindlichkeiten und drohende Verluste), die ab diesen Wirtschaftsjahren gebildet werden, erstmals mit einem fixen Zinssatz von 3,5% p.a. abzuzinsen (bisher: pauschaler Ansatz von 80%). 

    Für langfristig gebildete Rückstellungen der Wirtschaftsjahre davor (vor dem 01.07.2014) ist, sofern die Abzinsung mit 3,5% ein höheren Wert ergibt, der 80%-ige Wertansatz fortzuführen. Ist der Wertansatz niedriger, ist der Differenzbetrag gewinnerhöhend aufzulösen (nachzuversteuern) und linear auf drei Jahre zu verteilen. 
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    Liegenschaftsschenkungen 2015 vorziehen
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    Ab 01.01.2016 ändert sich die Besteuerung von Liegenschaftsschenkungen bei der Grunderwerbsteuer. Bemessungsgrundlage ist künftig nicht mehr der dreifache Einheitswert, sondern der neu definierte Grundstückswert (der Grundstückswert wird voraussichtlich um den Verkehrswert liegen). Gleichzeitig wird das Tarifmodell der Grunderwerbsteuer neu gestaltet. 
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    Erhöhung der ImmoSt auf 30%
    (ab 01.01.2016)

    Die ImmoESt erhöht sich ab 01.01.2016 bei Immobilienveräußerungen natürlicher Personen von 25% auf 30%. Aliquot dazu erhöht sich auch die ImmoESt bei Altgrundstücken von 3,5% auf 4,2%. Der Inflationsabschlag wurde abgeschafft.


  • Klienteninfo 04/2015
    02.09.2015

    Weitere Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo.


  • Sonderinfo 03/2015 (Steuerreform 2015/2016)
    16.07.2015

    Steuerreform 2015/2016
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    Siehe Ausführungen unter top-news.
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  • Klienteninfo 03/2015
    10.06.2015

    Ferienjobs: Was dürfen Kinder steuerfrei verdienen?

    Kinder bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres können ganzjährig beliebig viel verdienen, ohne dass Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag gefährdet sind.

    Bei Kindern über 19 Jahre darf das Jahreseinkommen (Steuerbemessungsgrundlage) die Grenze von EUR 10.000,00 nicht überschreiten um Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag nicht zu gefährden. Beträgt das Brutto-Jahreseinkommen (einschließlich Sonderzahlungen) mehr als EUR 14.000,00 entfallen Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag und es entsteht die Lohnsteuerpflicht.

    Bis zu einem monatlichen Bruttobezug von EUR 405,98 (Geringfügigkeitsgrenze 2015) fallen für den Dienstnehmer (Ferialpraktikanten) keine Sozialversicherungsbeiträge an.

    Antragslose Auszahlung der Familienbeihilfe

    Frisch gebackene Eltern bekommen für ab 01.05.2015 im Inland geborene Kinder die Familienbeihilfe, wenn alle erforderlichen Daten elektronisch vorhanden sind, antragslos ausbezahlt.

    Vorsteuerrückerstattung 2014

    (Fallfrist: 30.06.2015)
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    Hat ein Unternehmer Vorsteuerbeträge im Ausland bezahlt, ist es wichtig, Fallfristen für die Rückerstattung einzuhalten. Die Rückerstattungsfrist 2014 endet für Drittstaaten am 30.06.2015; für EU-Mitgliedsstaaten bei elektronischer Einreichung am 30.09.2015.
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  • Sonderinfo 02/2015 (Steuerreform 2015/2016)
    27.05.2015

    Steuerreform 2015/2016
    Stand: Mai 2015

    Nach langen politischen Verhandlungen über Details wurden nunmehr die Begutachtungsentwürfe zur Steuerreform 2015/2016 versandt. Die Grundzüge wurden im März 2015 präsentiert und enthalten eine Reihe überraschender Detailregelungen über die wir im Vorfeld informieren. 

    Bei den Änderungen zum Bankgeheimnis (Stichwort: "Kontenregister") erwarten wir aufgrund politischer Diskussion Anpassungen. 

    Die Gesetzwerdung wird für Juli 2015 (vor den Sommerferien) erwartet.


  • Klienteninfo 02/2015
    08.04.2015

    Steuererklärungen 2014

    Lohn- und Sozialdumping

    Ausweitung der Kontrollen auf die Zahlung des Mindestentgeltes:

    Die zuständige Behörde hat zu kontrollieren, ob der Arbeitgeber (zumindest) das nach Gesetz, Verordnung oder Kollektivvertrag zustehende Entgelt leistet. 

    Die Unterentlohnung stellt einen Verwaltungsstraftatbestand dar, der bei erstmaligem Verstoß bis zu EUR 20.000,00 bestraft wird. Im Wiederholungsfall sind die Strafen deutlich höher.

    Von besonderer Bedeutung ist die Gefahr der Unterentlohnung bei Entgelten für Nichtleistungszeiten (z.B. Urlaubsentgelt, Feiertagsentgelt, etc.).

    Bei Beurteilung der Unterentlohnung sind Überzahlungen auf kollektivvertragliche und gesetzliche Ansprüche anrechenbar. 


  • Sonderinfo 01/2015 (Steuerreform 2015/2016)
    17.03.2015

    Erstinformationen zur Steuerreform 2015/2016
    Stand: März 2015


  • Klienteninfo 01/2015
    01.02.2015

    Neues ab 2015

    Entfall der 75%-igen Verlustverrechnungs- und Vortragsgrenze bei der Einkommensteuer.

    Bei elektronisch erbrachten sonstigen Leistungen (Telekommunikations- und ähnliche Leistungen) an in der EU ansässige Privatpersonen und Nichtunternehmer (B2C) ist ab 01.01.2015 der Empfängerort Leistungsort. Um nicht in jedem betroffenen Empfängerland eine Umsatzsteuerregistrierung und Steuererklärung zu veranlassen, können diese zentral über das FON-System erledigt werden (MOSS).

    Ab 01.01.2015 geht die Erhaltungspflicht für mitvermietete Heizthermen, Warmwasserboiler und Wärmeaufbereitungsanlagen auf den Vermieter über (Wohnrechtsnovelle 2015) und gilt für Wohnraum- und Geschäftsmieten. Wurden die Wärme- und Wasseraufbereitungsanlagen vom Mieter installiert, hat dieser die Erhaltungspflicht. Die jährlichen Wartungskosten der Wärme- und Wasseraufbereitungsanlage hat der Mieter zu tragen. Heizkörper zählen nicht zu den Wärme- und Wasseraufbereitungsanlagen. 

    Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014

    Für Gesellschaften beschränkter Haftung (GmbH), Aktiengesellschaften (AG) und kapitalisierte Personengesellschaften (GmbH & Co KG) gelten ab 01.01.2016 (beginnende Geschäftsjahre) neue Rechnungslegungsbestimmungen (Ausgleich von Unternehmens- und Steuerrecht).

    Siehe Ausführungen unter "info".


  • Klienteninfo 06/2014
    01.12.2014


    Aktuelles zur Umsatzsteuer

    Leistungsort bei langfristiger Vermietung von Beförderungsmitteln:
    Leistungsort bei langfristiger Vermietung von Beförderungsmitteln (z.B.: Fahrzeuge) an Unternehmer (B2B) und Nichtunternehmer (B2C, u.a. Private) ist ab 01.01.2013 der Empfängerort.

    Dies bedeutet, dass die Umsatzsteuerpflicht am Empfängerort entsteht (gilt auch für innergemeinschaftliche Leistungen); der leistende Unternehmer hat den Leistungsort zu überprüfen. Laut EU-Verordnung wird die Ansässigkeit/gewöhnlicher Aufenthalt des Leistungsempfängers dort vermutet, wo zumindest zwei sich nicht widersprechende Beweismittel vorliegen (z.B.: Rechnungsanschrift, Bankkonto, Zulassungsort, sonstige relevante Informationen).

    Bei einer kurzfristigen Vermietung von Beförderungsmitteln ist Leistungsort der Ort, an dem das Beförderungsmittel dem Leistungsempfänger zur Verfügung gestellt wird. Wird das Fahrzeug im Drittland zur Verfügung gestellt und erfolgt die Nutzung im Inland, liegt der Leistungsort im Inland.

    Ob eine Vermietung kurz- oder langfristig ist, hängt von der Dauer der tatsächlichen Nutzung ab (in der Regel 30 Tage).

    Zu den Beförderungsmitteln zählen Fahrzeuge jeder Art (mit und ohne Motor), wie: PKW, Sattelzugmaschinen, Sattelanhänger, Auflieger etc.; auch zählen dazu: Motorboote, Segelboote, Jachten, Sportflugzeuge, Wohnwagen und Wohnmobile etc.; nicht dazu zählen: Baugeräte wie Bagger, Planierraupen, Gabelstapler, Ladekräne, Container etc.

    So kann es durchaus vorkommen, dass ein in der Adria übergebenes Segelboot (Jacht) an eine private österreichische Gruppe in Österreich der Umsatzsteuer unterliegt (20%). 

    Rechnungsausstellung:

    Bei einer Lieferung und sonstigen Leistung ist der Unternehmer berechtigt, eine Rechnung mit den gesetzlich geforderten Angaben  auszustellen (Rechnungsbestandteile). Führt ein Unternehmer Umsätze an einen anderen Unternehmer und dessen Unternehmen aus, ist er verpflichtet an diesen eine Rechnung auszustellen. 

    Erbringt ein Unternehmer an einen Nichtunternehmer (u.a. Privaten) Werklieferungen oder Werkleistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück (z.B.: Bauleistungen) ist er auch gegenüber einem Nichtunternehmer verpflichtet eine Rechnung auszustellen.

    Kleinbetragsrechnungen wurden ab 01.03.2014 auf EUR 400,00 (brutto) angehoben. Damit verbunden sind Erleichterungen bei der Rechnungsausstellung (Entfall bestimmter Formerfordernisse).

    Formalfehler bei der Rechnungslegung führen zum Entfall des Vorsteuerabzuges. Wird bei einer finanzbehördlichen Prüfung festgestellt, dass der Vorsteuerabzug auf Grund einer fehler- oder mangelhaften Rechnung vorgenommen wurde, kann der Mangel innerhalb einer angemessenen Frist (ein Monat) behoben werden (Voraussetzung ist, dass der Mangel noch behebbar ist). 

    Anzahlungsrechnungen:

    Über Anzahlungen können Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis ausgestellt werden. Die Umsatzsteuer entsteht, wenn die Anzahlungsrechnungen bezahlt werden (gleiches gilt für die Vorsteuer). Anzahlungsrechnungen sind als solche zu kennzeichnen damit nicht eine Steuerschuld kraft Rechnungslegung entsteht. In der Schlussrechnung sind Anzahlungsrechnungen gesondert abzusetzen. 

    Dauerleistungsrechnungen:

    Rechnungen über Dauerleistungen (z.B.: Vermietung) müssen nicht monatlich gestellt werden. Es genügt, wenn diese am Beginn des Jahres oder ab Vorschreibung ausgestellt und den Hinweis enthalten, dass diese bis zur Übermittlung einer neuen Vorschreibung gelten. 

    Prüfung der UID-Nummer:

    Die UID-Nummer des liefernden/leistenden Unternehmers ist Rechnungsbestandteil. Nunmehr ist auch die Gültigkeit der UID-Nummer des liefernden/leistenden Unternehmers regelmäßig zu prüfen. Ist die UID-Nummer falsch, ist eine berichtigte Rechnung anzufordern und die Zahlung bis zur Erledigung auszusetzen. 

    Unverändert bleibt die Verpflichtung, die UID-Nummer des Kunden laufend zu prüfen (gilt vor allem für innergemeinschaftliche Lieferungen und Leistungen). Sollte sich später herausstellen, dass die UID-Nummer falsch ist, kann die Umsatzsteuer im Inland nachverrechnet werden (20%). 

    UID-Abfrage EU

    Richtwerte 2015
    Sachbezugswerte
    Sozialversicherungswerte
    Regelbedarfssätze für Unterhaltsleistungen

    2. Abgabenänderungsgesetz 2014

    Große Arbeitsgemeinschaften:
    Einkünfte von Arbeitsgemeinschaften mit einem Gesamtauftragsentgelt von über EUR 700.000,00 (netto) werden für Aufträge ab 01.01.2015 beginnender Wirtschaftsjahre einheitlich und gesondert festgestellt. Ein Sonderbetriebsvermögen ist nicht zu berücksichtigen, die ARGE-Partner können gegenüber der ARGE zu fremdüblichen Bedingungen abrechnen. 


  • Sonderinfo 05/2014 (Jahres-Checklist 2014)
    29.10.2014

    Steuertipps zum Jahresende 2014


  • Klienteninfo 05/2014
    29.10.2014

    Optimale Ausnutzung des Gewinnfreibetrages 2014

    Der Gewinnfreibetrag (GFB) steht allen natürlichen Personen und Personenvereinigungen unabhängig der Gewinnermittlungsart zu und beträgt jährlich 13% des Gewinnes/Gewinnanteiles (ab 2013: maximal EUR 45.350,00). Für Gewinne zwischen EUR 175.000,00 und EUR 350.000,00 können 7%, für Gewinne zwischen EUR 350.000,00 und EUR 580.000,00 4,5% als GFB geltend gemacht werden. Für Gewinne über EUR 580.000,00 gibt es keinen GFB. 

    Bis zu einem Gewinn von EUR 30.000,00 steht der GFB jedem Steuerpflichtigen automatisch zu (Grundfreibetrag: EUR 3.900,00). Ist der Gewinn höher, kann für den darüber hinausgehenden Gewinnanteil ein investitionsbedingter GFB beansprucht werden. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige im betreffenden Jahr bestimmte Investitionen tätigt. Als Investitionen kommen abnutzbare körperliche Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren in Betracht.

    Neu: Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 30.06.2014 enden, können außer den erwähnten Sachanlagen nur mehr Wohnbauanleihen (Wohnbau-Wandelschuldverschreibungen) zur Deckung des GFB herangezogen werden. Die Wohnbauanleihen müssen ab dem Anschaffungszeitpunkt vier Jahre als Anlagevermögen gewidmet werden.  

    Aufpassen: Die Wohnbauanleihen haben zumeist eine sehr lange Laufzeit (Mindestlaufzeit: 10 Jahre). Vorsicht ist auch beim Kauf von alten Wohnbauanleihen geboten: Ab dem Anschaffungszeitpunkt müssen diese zumindest eine Restlaufzeit von 4 Jahren aufweisen.


  • Klienteninfo 04/2014
    02.09.2014

    GmbH light - Darstellung des Stammkapitals

    Selbstanzeigen werden teurer

    Mit 01.10.2014 treten beachtliche Verschärfungen bei Finanzstrafen ein. Wer eine Selbstanzeige überlegt sollte rasch handeln, denn der Gesetzgeber zieht die Schraube bei finanzstrafrechtlichen Selbstanzeigen fester. 

    Wird ab 01.10.2014 „nach Anmeldung“ einer abgabenbehördlichen Prüfung Selbstanzeige erstattet, gibt es keine völlige Straffreiheit mehr.

    Bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Finanzvergehen, wird die Straffreiheit nur erlangt, wenn der Abgabepflichtige zusätzlich zur verkürzten Steuer einen Strafzuschlag zahlt. Dieser richtet sich nach dem angezeigten Mehrbetrag, liegt staffelweise zwischen 5% (bis EUR 33.000,00) und 30% (ab EUR 250.000,00) und entfällt bei leichter Fahrlässigkeit. Ob leichte oder grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegt entscheidet die Finanzbehörde aufgrund gesetzlicher Bestimmungen und Judikatur und ist nachweispflichtig. Die Entscheidung ist rechtsmittelfähig.

    Bisher war die erstmalige Selbstanzeige für vorsätzliche oder grob fahrlässige Finanzvergehen anlässlich einer abgabenbehördlichen Prüfung straffrei und führte erst im Wiederholungsfall für denselben Abgabenanspruch zu einem Zuschlag von 25%. 

    Ende der 183-Tage-Regelung bei Personalgestellung

    Neuer Pendlerrechner ab 25.06.2014

    Änderung der Strafprozessordnung ab 01.01.2015


  • Klienteninfo 03/2014
    12.06.2014

    Neuregelung der Grunderwerbsteuer ab 01.06.2014

    Erhöhung der Familienbeihilfe ab 01.07.2014


  • Klienteninfo 02/2014
    02.04.2014

    Handwerkerbonus NEU

    Handwerkerleistungen (von Handwerkern in Rechnung gestellte Arbeitsleistungen) für Renovierung, Erhaltung und Modernisierung von im Inland gelegenen und selbst genutzten Wohnraum werden mit einem Zuschuss von 20%, maximal EUR 600,00 (förderbare Kosten bis zu EUR 3.000,00), pro Jahr und Förderwerber gefördert.

    Die Renovierungsleistungen müssen in der Zeit vom 01.07.2014 bis 31.12.2014 begonnen werden.

    Für die Förderung werden begrenzte Budgetmittel in Höhe von: 2014 EUR 10 Mio und 2015 EUR 20 Mio zur Verfügung gestellt.
    Wer zuerst kommt ...


    Auslandsschulbesuche als außergewöhnliche Belastung

    Aufwendungen für die Berufsausbildung eines Kindes außerhalb des Wohnortes können mit einem Pauschbetrag in Höhe von EUR 110,00 pro angefangenem Kalendermonat als außergewöhnliche Belastung (ohne Selbstbehalt) berücksichtigt werden. Voraussetzung ist, dass in der Nähe des Wohnortes keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit besteht.

    Der VwGH hat nunmehr ganz allgemein festgestellt, dass der im Rahmen des Schulunterrichtsgesetzes geförderte Auslandsschulbesuch zur Förderung der allgemeinen Sprachkompetenz ebenfalls einen Anspruch auf den Pauschbetrag für die außergewöhnliche Belastung begründet. 


  • Sonderinfo 01/2014 (AbgÄG 2014)
    04.03.2014

    Abgabenänderungsgesetz 2014

    Entfall der 75% Verlustvortragsgrenze:

    Die 75% Vortragsgrenze für einkommensteuerliche Verluste entfällt ab der Veranlagung 2014 (uU Schlechterstellung gegenüber der bisherigen Regelung).
    Bei der Körperschaftsteuer bleibt die 75%-ige Verlustvortagsgrenze erhalten.

    Abzinsung langfristiger Rückstellungen:

    Langfristige Rückstellungen (>1 Jahr) für Verbindlichkeiten und drohende Verluste werden bisher in der Steuerbilanz mit 80% angesetzt.

    Künftig (ab Wirtschaftsjahren beginnend mit 01.07.2014) werden derartige Rückstellungen mit einem fixen Zinssatz von 3,5% pa laufzeitbezogen abgezinst. Die Neuregelung gilt für Neu- und Altrückstellungen (80%-Grenze, 3-jährige Verteilung des aufzulösenden Betrages).

    Bei Rückstellungen mit einer (Rest)Laufzeit von bis zu 6 Jahren wird sich aller Voraussicht nach der steuerliche Bilanzansatz (> 80%)erhöhen; bei Rückstellungen mit einer (Rest)Laufzeit von zB 20 Jahren wird sich der steuerliche Bilanzansatz voraussichtlich auf 50% verringern.

    Mit zunehmendem Abbau der (Rest-)Laufzeit soll sich die jährliche Rückstellung (bis zu 100%) wieder erhöhen.

    Begrenzung der Absetzbarkeit von Jahresgehältern über EUR 500.000,00:

    Gehälter über EUR 500.000,00 pro Person und Wirtschaftsjahr, sind vom Betriebsausgabenabzug ausgeschlossen. Betroffen sind echte Dienstnehmer und andere vergleichbar (ua Werkvertrag) eingegliederte Personen (aktiv und ehemals aktiv tätige Personen). Dem Abzugsverbot unterliegen auch Firmenpensionen, Pensionsabfindungen und sonstige nicht begünstigte (6%) Bezüge (freiwillige Abfertigungen). Nicht betroffen sind gesetzliche Abfertigungen.

    Sonstige Änderungen:

    Inländische Bankeinlagen (etc) von in Drittstaaten ansässigen Personen unterliegen ab 01.01.2015 der inländischen KESt (25%).

    Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag (GFB) für Wertpapiere (gilt nicht für Wohnbauanleihen = Wandelschuldverschreibungen) entfällt zeitlich befristet bis 2016.

    Die Reduktion der begünstigten Besteuerung sonstiger Bezüge und des Gewinnfreibetrages (Solidarabgabe 2013-2016) gilt nunmehr unbefristet.

    Die steuerliche Begünstigung von "Golden Handshakes" wird abgeschafft und die begünstigte Besteuerung (6%) von freiwilligen Abfertigungen eingeschränkt (ab 01.03.2014).

    GmbH-light

    Die im Vorjahr propagierte GmbH-light wurde angepasst und das Mindeststammkapital ab 01.03.2014 erneut mit EUR 35.000,00 festgesetzt. 

    Bei der Neugründung einer GmbH kann nunmehr neben der normalen Mindeststammeinlage in Höhe von EUR 35.000,00 eine "gründungsprivilegierte Stammeinlage" in Höhe von mindestens EUR 10.000,00 vereinbart werden, auf die dann EUR 5.000,00 (50%) einzuzahlen sind. Die Mindeststammeinzahlung ist innerhalb von 10 Jahren auf EUR 17.500,00 (Hälfte des normalen Mindeststammkapitals) anzuheben.

    Die Mindestkörperschaftsteuer beträgt ab dem 2. Quartal 2014 allgemein wieder EUR 437.50 pro Quartal (EUR 1.750,00 jährlich).

    Die Mindestvorauszahlung reduziert sich für Neugründungen ab 01.07.2013 staffelweise von (in den ersten 5 Jahren) EUR 125,00 pro Quartal (EUR 500,00 jährlich) auf (in den nächsten 5 Jahren) EUR 250,00 pro Quartal (EUR 1.000,00 jährlich) und erhöht sich ab dem 10. Jahr auf den Betrag von EUR 1.750,00 jährlich.

    Erhöhung der Sachbezugswerte für Dienstautos ab 01.03.2014

    Der Höchstwert des Sachbezuges für Dienstautos wird ab 01.03.2014 von bisher EUR 600,00 pm auf EUR 720,00 pm angehoben. Betroffen von der Erhöhung sind Dienstautos mit Anschaffungskosten zwischen EUR 40.000,00 und EUR 48.000,00 bzw darüber (voller Sachbezugswert: 1,5% der Anschaffungskosten, maximal EUR 720,00 pm). 


  • Klienteninfo 01/2014
    04.02.2014

    Neues ab 2014

    Rechnungslegung an Bundesdienststellen:

    Rechnungen an Bundesdienststellen sind ab 01.01.2014 ausschließlich elektronisch zu übermitteln (gilt nicht für Rechnungen von Gerichtssachverständigen). Dafür stehen zwei Übertragungswege zur Verfügung:

    - USP: Unternehmensserviceportal des Bundes
    - PEPPOL: Pan-European Public Procurement OnLine

    Pensionshaltung und Vermietung von Pferden:

    Die Umsätze der Pensionshaltung von Pferden und der Vermietung eigener Pferde zu Reitzwecken unterliegen ab 01.01.2014 der 20%-igen Umsatzsteuer (Entfall der pauschalen Durchschnittssatzbesteuerung für Land- und Forstwirte).

    Steuerabkommen Österreich - Liechtenstein
    (ab 01.01.2014)

    Kapitalerträge 2011 - 2013:

    - Anonyme Abgeltungsabgabe (15% - 35%/38%) für das Kapitalvermögen in Liechtenstein oder
    - Offenlegung der Vermögenswerte durch Liechtenstein und Besteuerung der Kapitalerträge (KESt 25%) durch Österreich (Selbstanzeige: Zeitraum 01.01.2014 bis 31.05.2014).

    Kapitalerträge ab 2014:

    - Anonyme Abgeltungssteuer der Kapitalerträge (25%) in Liechtenstein oder
    - reguläre Besteuerung der Kapitalerträge (25%) in Österreich.

    Das Steuerabkommen mit Liechtenstein geht über jenes mit der Schweiz hinaus und umfasst auch das Kapitalvermögen von in Österreich ansässigen natürlichen Personen, welches von liechtensteinischen Stiftungen und Trusts weltweit verwaltet wird.


  • Klienteninfo 06/2013
    04.12.2013

    Vorschau 2014

    Neue Regelbedarfssätze für Unterhaltsleistungen
    Elektronische Rechnungen an den Bund
    Änderungen im sozialversicherungsrechtlichen Rechtsmittelverfahren 
    Nachweis der ig Lieferung (Musterformulare Anhang 5 und 6)
    Eigenverbrauchsbesteuerung von Jobtickets
    Ausweitung des Reverse-Charge (Laptops, Tablets, Anlagegold, Metalle) 
    Neuordnung der Verwaltungsgerichtsbarkeit ab 01.01.2014 


  • Klienteninfo 05/2013
    24.10.2013

    Weitere Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo.


  • Klienteninfo 04/2013
    04.09.2013 

    Übergangsbestimmungen für IGL nach Kroatien
    (bis 31.12.2013)

    Liegt bei einer Lieferung nach Kroatien keine UID vor, ist die Lieferung steuerfrei, wenn die UID nachgereicht wird. Eine schriftliche Erklärung des Abnehmers über die beantragte UID und die übrigen Voraussetzungen des Buchnachweises müssen zu Beginn der Lieferung vorliegen.

    GmbH NEU
    (ab 01.07.2013)

    Herabsetzung des Mindeststammkapitals von EUR 35.000,00 auf EUR 10.000,00
    (GesRÄG 2013).

    Sonstiges

    Die Kosten eines Firmen-PKW sind in Höhe des anteiligen Sachbezuges bei anderen Einkunftsquellen absetzbar.
    Rechtsanwälte dürfen ab 01.09.2013 ihren Betrieb in der Rechtsform einer GmbH & Co KG führen.

    Der Unabhängige Finanzsenat (UFS) wird ab 01.01.2014 zum Bundesfinanzgericht, die Berufung zur Beschwerde und die Berufungsentscheidung zum Erkenntnis. 


  • Klienteninfo 03/2013
    10.06.2013

    Weitere Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo.


  • Klienteninfo 02/2013
    30.03.2013

    Weitere Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo.


  • Klienteninfo 01/2013
    04.02.2013

    Gastgewerbepauschalierung NEU
    (ab 01.01.2013)

    Betriebsausgabenpauschalierung statt Vollpauschalierung. Die Pauschalierung entfällt für kleine Gastgewerbebetriebe ohne Gewerbeschein.

    Solidarabgabe 2013 - 2016
    (ab 01.01.2013)

    Verminderung des begünstigten Steuersatzes (6%) bei Einkünften aus nsA ab einem Bruttomonatsbezug von EUR rd. 13.000,00
    Verminderung des Gewinnfreibetrages (13%) ab einem Jahresgewinn von EUR 175.000,00

    Änderung des Vorsteuerabzuges bei IST-Besteuerung

    (ab 01.01.2013)

    IST-Besteuerer können bis zu einem Umsatz von EUR 2,0 Mio die Vorsteuer erst nach Bezahlung der Rechnung abziehen.

    Einheitswert für GrESt-Bemessung verfassungswidrig
    (Änderungsauftrag bis spätestens 31.05.2014)

    Die bisherige Bemessung der GrESt (2 bis 3-facher Einheitswert) ist verfassungswidrig. 


  • Klienteninfo 06/2012
    04.12.2012

    Elektronische Rechnungslegung NEU
    (ab 01.01.2013)

    Elektronische Rechnungen sind unter bestimmten Voraussetzungen Papierrechnungen gleichgestellt (Entfall der Signatur).

    Erhöhung der Grundbucheintragungsgebühr
    (ab 05.12.2012)

    Bemessungsgrundlage für die Eintragung in das Grundbuch ist der Verkehrswert (bisher: 2 bis 3-facher Einheitswert). Ausnahme: Familie und Umgründung (3-facher Einheitswert).


  • Klienteninfo 05/2012
    25.10.2012

    Weitere Informationen dazu finden sie in dieser Klienteninfo.


  • Klienteninfo 04/2012
    04.09.2012

    UID-Büro geschlossen
    (ab 01.08.2012)

    Neue Anfragen an den EU-Server.

    UID-Abfrage EU


  • Klienteninfo 03/2012
    08.06.2012

    Steuerabkommen Schweiz - Österreich
    (ab 01.01.2013)

    Kapitalerträge 2010 - 2012:

    - Anonyme Abgeltungsabgabe (15% - 35%/38%) für das Kapitalvermögen in der Schweiz oder
    - Offenlegung der Vermögenswerte und Besteuerung der Kapitalerträge (KESt 25%) in Österreich (Selbstanzeige: Zeitraum 01.01.2013 bis 31.05.2013).

    Kapitalerträge ab 2013:

    - Anonyme Abgeltungssteuer der Kapitalerträge (25%) in der Schweiz oder
    - reguläre Besteuerung der Kapitalerträge (KESt 25%) in Österreich.


  • Klienteninfo 02/2012
    13.02.2012

    Immobilienbesteuerung NEU
    (ab 01.04.2012)

    Besteuerung aller Gewinne aus privaten und betrieblichen Grundsücksveräußerungen (Entfall der bisherigen Steuerbefreiung innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist).

    Altgrundstücke:
    (Anschaffung vor 01.04.2002) 
    ImmoESt: 3,5% des Veräußerungserlöses.

    Neugrundstücke:
    (Anschaffung nach 31.03.2002) und 

    Umwidmungsgrundstücke:
    (Anschaffung vor 01.04.2002) 
    ImmoESt: 25% des Veräußerungsgewinnes.

    Die unentgeltliche Übertragung von Grundstücken und die Entnahme von Grundwerten aus dem Betriebsvermögen sind nicht steuerpflichtig. Der Gebäudewert und in bestimmten Fällen der Grundwert sind bei der Entnahme mit dem Teilwert anzusetzen. 


  • Klienteninfo 01/2012
    07.02.2012

    Liebhabereirichtlinie 2012
    (ab 01.01.2012)

    Jede Übertragung der Einkunftsquelle führt zu einer Beendigung und zu einem Neubeginn des Beobachtungszeitraumes.
    Erstmalige Aussagen zur Liebhaberei bei Kapitalgesellschaften (außerbetriebliche Sphäre).


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